Trost/Wessels?+?Müller: Fusion fordert Opfer
Bisher war klar: Zahlreiche Wessels?+?Müller-Kunden, die zugleich ATR-Partner sind, mussten sich von ihrem Teilehändler oder ihrem Werkstattkonzept trennen. Diese Wahl haben Trost-Kunden nicht mehr.
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Eigenbeschuss. Oder wie es der Amerikaner süffisant beschreibt: „friendly fire“. Etwas präziser beschreibt die Situation ein anderer militärischer Fachausdruck: der Kollateralschaden. Auslöser dafür ist eine Schlacht, bei der es um Milliarden geht. Und um die Vormachtstellung im deutschen Autoteilehandel. Bereits seit Jahren tobt der Kampf. Auch hier kommt es offenbar, wie so oft in unserer globalisierten Welt, nur noch auf eines an: die Größe. Und das führt zu einer steigenden Zahl an Fusionen. Bestes Beispiel: die Übernahme von PV durch Stahlgruber im Jahr 2013. Hier entstand der erste „Teilemilliardär“ Deutschlands.
Der zweite Elefantenhochzeit folgte Ende letzten Jahres: Wessels?+?Müller (WM) hat Trost übernommen (siehe »kfz-betrieb« 42/2015). Doch anders als andere zuvor hinterlässt dieser Kampf deutliche Spuren, macht zahlreiche Werkstätten und Autohäuser zu Opfern. Der Grund: Das Bundeskartellamt genehmigte die Fusion nur unter massiven Auflagen. Zum Beispiel muss WM sechs, Trost drei seiner Verkaufshäuser an (einen) Dritte(n) veräußern. Und zwar mit allem, was dazugehört: vom Bremsbelag über das Personal bis hin zu sämtlichen Kunden.
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