Insolvenzen
Trotz des guten Gesamtjahres ist die Tendenz düster
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Das Kfz-Gewerbe hat das Jahr 2021 erneut mit sinkenden Insolvenzfällen abgeschlossen. Doch die positive Nachricht wird überschattet von der Gesamttendenz: In den letzten Monaten gingen die Zahlen deutlich nach oben.
Das Kfz-Gewerbe hat auch das zweite Corona-Jahr aus volkswirtschaftlicher Sicht gut überstanden. Die Zahl der insolventen Unternehmen sank nach den jetzt vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Gesamtjahr 2021 erneut deutlich. Allerdings weist die Tendenz der letzten Monate klar in eine andere Richtung: Seit Juli finden sich in den Monatsstatistiken, mit einer Ausnahme, mehr Pleiten als im Vorjahreszeitraum.
Konkret wurden im Jahr 2021 insgesamt 402 Insolvenzen in der Kfz-Branche registriert (inklusive Teilehandel, Motorradgewerbe und Autowaschanlagen). Das waren 76 Fälle oder 15,9 Prozent weniger als im Gesamtjahr 2020. In 297 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren auch eröffnet, 105 Mal wurde es mangels Masse abgewiesen. Damit hat sich der seit mehr als einem Jahrzehnt sichtbare Abwärtstrend weiter fortgesetzt. Mussten im Jahr 2009 noch 1.272 Betriebe wegen fehlender liquider Mittel aufgeben, waren es 2015 bereits nur noch 700 Unternehmen.
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