Quartalszahlen Trumps Zölle treffen Toyota hart

Von dpa 1 min Lesedauer

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Der weltgrößte Autobauer muss einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Allein die US-Zölle kosteten im zweiten Quartal 450 Milliarden Yen. Die angehobene Jahresprognose bleibt deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Trotz steigender Auslieferungen brach der operative Gewinn bei Toyota um mehr als ein Viertel ein.(Bild:  ampnet/Toyota)
Trotz steigender Auslieferungen brach der operative Gewinn bei Toyota um mehr als ein Viertel ein.
(Bild: ampnet/Toyota)

Der weltgrößte Autobauer Toyota hat nach dem zweiten Geschäftsquartal seine Gewinnpläne nicht so deutlich angehoben wie erwartet. Zwar peilen die Japaner nun im Geschäftsjahr (Ende März) einen operativen Gewinn von 3,4 Billionen Yen (19,2 Mrd. Euro) an nach 4,8 Billionen Yen im Vorjahr, wie sie am Mittwoch in Toyota mitteilten. Das ist mehr als die bisher in Aussicht gestellten 3,2 Billionen Yen – Analysten hatten sich aber im Schnitt 3,9 Billionen Yen ausgerechnet.

Im zweiten Quartal musste der Volkswagen-Rivale einen herben Einbruch beim operativen Gewinn von mehr als einem Viertel auf 840 Milliarden Yen einstecken. Zölle kosteten dabei laut dem Unternehmen allein 450 Milliarden Yen. Der Aktienkurs sackte um knapp vier Prozent ab. Damit rutschte das Papier auch im Jahresverlauf wieder ins Minus.

Japanische Autobauer stehen vor einem ähnlichen Problem wie die deutschen: US-Präsident Donald Trump hatte die Einfuhrzölle für Autos und Autoteile von 2,5 Prozent auf 15 Prozent angehoben. Eine zwischenzeitlich im Raum stehende Erhöhung um 25 Prozent ist aktuell zwar vom Tisch, dennoch belastet der höhere Tarif die Japaner wie Toyota, Honda und Nissan deutlich, weil sie im US-Markt stark vertreten sind.

Toyota lieferte im zweiten Geschäftsquartal inklusive nicht konsolidierter Gemeinschaftsunternehmen 2,8 Millionen Fahrzeuge aus und damit knapp 3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz zog von gut 11,4 auf knapp 12,4 Billionen Yen an. Unter dem Strich stieg der Gewinn von 574 Milliarden auf 932 Milliarden Yen. Hier profitierte Toyota von Sondereffekten außerhalb des operativen Geschäfts.

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