TRW: Neutraler Test für Fahrwerksteile

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Koppelstangen für die Radaufhängung sind sicherheitskritische Bauteile, bei denen es auf höchste Qualität ankommt. Deshalb ließ der Zulieferer TRW seine eigenen sowie Wettbewerbsprodukte neutral testen.

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Der Fahrwerksspezialist TRW hat Koppelstangen (auch Pendelstützen oder Stabilisatorstreben genannt) von sieben verschiedenen Teileherstellern für den freien Ersatzteilmarkt einem unabhängigen Leistungstest unterziehen lassen. Verantwortlich für den Test war die Forschungsgesellschaft Kraftfahrtwesen Aachen (FKA) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kraftfahrzeuge (IKA).

Das Ergebnis sprach für die TRW-Produkte, gab das Unternehmen bekannt: Bei der Testreihe absolvierten nur die Pendelstützen von TRW jeden einzelnen Test erfolgreich innerhalb der für das Originalteil vorgegebenen Toleranzen. „Der unabhängige Test hat belegt, welche Qualitätsunterschiede es bei Lenkungs- und Aufhängungsteilen im Ersatzteilmarkt gibt. Da viele Anbieter aggressiv mit der Qualität ihrer Teile werben, wollten wir wissen, was wirklich dahinter steckt“, erläuterte Andreas Schäfer, Marketing Manager Handel bei TRW Aftermarket.

Koppelstangen verbinden den Stabilisator mit der Radaufhängung und übertragen Kräfte beim Ein- und Ausfedern eines Rades. Es sind somit sicherheitsrelevante Teile, weil sie das Fahrverhalten des Fahrzeuges bei Fahrbahnunebenheiten stabilisieren.

Zwei Produkte überstanden den Test nicht

Neben einer Sichtprüfung der äußeren Materialqualität unterzogen die Tester die Pendelstützen einer Reihe physikalischer Tests: Losbrechmomente, Rotations-Drehmomente, Radial-Elastizitäten, Ausziehkräfte und Dauerbeanspruchung. Die Messwerte lassen unter anderem Rückschlüsse auf den Verschleiß und die Sicherheit von Lenkungs- und Aufhängungsteilen zu.

Bei den Testreihen hielten nur die Stabilisatorstreben die für das Originalteil vorgegebenen Toleranzen ein. Bei zwei Produkten führten die Dauerlauftests sogar zum Bruch des Gelenks. Die Teile der übrigen vier Anbieter erfüllten die Anforderungen wenigstens bei einem physikalischen Prüfkriterium nicht.

Bremsen für Asiaten

In einer weiteren Meldung kündigte der amerikanische Zulieferer an, sein Angebot an Bremsenteilen für asiatische Fahrzeuge auszubauen. Da der Anteil der Asiaten am globalen Automobilmarkt wächst, nimmt auch die Bedeutung dieses Segments für den freien Ersatzteilmarkt in Europa zu.

Rund 15 Prozent der Fahrzeuge in Europa sind laut TRW asiatischer Herkunft, mit steigender Tendenz. Das Unternehmen hat daher sein Bremsenprogramm um mehr als 500 neue Teilenummern erweitert. Es kann nun nahezu alle Bremssättel, -scheiben, Haupt- und Radbremszylinder für Daewoo, Honda, Mazda, Mitsubishi, Suzuki und Toyota liefern.

Alle Bremsenkomponenten sind nach den strengen OE-Standards getestet und tragen einen fälschungssicheren 2D-Matrix-Barcode zum Schutz vor Produktfälschungen.

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