E-Mobilität TÜV Rheinland stellt seinen Batterietest ein

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Unter der Marke Battery Quick Check bietet die Prüforganisation seit 2023 neutrale State-of-Health-Tests für Elektroautos an. Doch nun gibt sie das Thema auf und trennt sich von ihrem Partner Twaice.

Ab dem 28. Februar soll es den Battery Quick Check nicht mehr geben – laut Informationen aus dem Markt gibt es schon heute Schwierigkeiten, Zertifikate herunterzuladen.(Bild:  AV-Fotografie)
Ab dem 28. Februar soll es den Battery Quick Check nicht mehr geben – laut Informationen aus dem Markt gibt es schon heute Schwierigkeiten, Zertifikate herunterzuladen.
(Bild: AV-Fotografie)

Neutrale Angaben über den Batteriezustand, vor allem zum sogenannten State of Health (SoH), gelten als Voraussetzung für die erfolgreiche Vermarktung von batterieelektrischen Gebrauchtwagen. Der TÜV Rheinland gehörte mit seinem Battery Quick Check, der gemeinsam mit dem Batteriediagnostik-Spezialisten Twaice entwickelt wurde, zu den wenigen Anbietern solcher Batterietests. Seit 2023 war der Test sowohl über den TÜV Rheinland als auch über den Partner Hella Gutmann verfügbar.

Trotzdem hat sich die Prüforganisation entschieden, diese Dienstleistung nicht mehr anzubieten. Laut einer Pressemitteilung sei für „TÜV Rheinland nun der Zeitpunkt gekommen, sich wieder stärker auf das Prüfgeschäft und die Anwendung von Messtechnik zu konzentrieren. Ebenso wird auch Twaice Technologies den Fokus wieder auf das Kerngeschäft der Entwicklung von Analyse- und Simulationssoftware für Autohersteller sowie Betreiber stationärer Energiespeicher legen.“ Damit dürfte auch, obwohl in der Pressemitteilung nicht explizit formuliert, das Ende der Battery Quick Check GmbH als Joint Venture zwischen TÜV Rheinland und Twaice verbunden sein.

Ab dem 28. Februar 2025 wird die bisherige Batteriebewertung über Battery Quick Check eingestellt. Hella Gutmann Solutions hat laut der Pressemitteilung beschlossen, ab dem 1. März 2025 den Namen Battery Quick Check zu übernehmen und eine neue Version der Batteriebewertung zu entwickeln. Diese Bewertung wird dann direkt über das Diagnosegerät erfolgen. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit durch Hella Gutmann Solutions kommuniziert.

Weitere Anbieter neutraler Batterietests auf dem Markt sind das österreichische Unternehmen Aviloo, dessen Verfahren auch mehrere Prüforganisationen verwenden (TÜV Nord, TÜV Süd und GTÜ), und Dekra. Die Stuttgarter arbeiten derzeit an einer Weiterentwicklung ihres Testverfahrens. Zudem nehmen immer mehr Anbieter von Diagnosegeräten (neben Hella Gutmann beispielsweise Mahle oder AVL Ditest) Batterietests in das Leistungsspektrum ihrer Geräte auf. Zusätzlich müssen Autohersteller ihren batterieelektrischen Fahrzeugen ab 2027 einen sogenannten Batteriepass mitgeben, über den der Kunde den SoH-Wert erfahren kann.

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