Skoda-Paradox
Übernahme der Umweltprämie sorgt für verärgerte Kunden
Anbieter zum Thema
Wie zahlreiche andere Marken hat Skoda versprochen, für die gestrichene Umweltprämie in die Bresche zu springen. Doch an den Kosten wollen die Tschechen den Handel beteiligen. Der ist mäßig begeistert, einige weigern sich. Nun tobt die Kundenwut.
Skoda bekommt derzeit ordentlich Gegenwind aus ungewohnter Richtung: von den Endkunden. Auslöser ist die gestrichene Umweltprämie für Elektroautos. Denn Skoda Auto Deutschland hatte wie viele andere Hersteller und Importeure nach dem plötzlichen Ende des staatlichen Zuschusses ab dem 18. Dezember den reduzierten Kaufpreis garantiert. Das Problem war nur, dass Skoda diese Zahlungen an Bedingungen geknüpft hatte, die zumindest für einige Verbraucher wenig transparent waren. Die fühlen sich jetzt verschaukelt und suchen mit ihrem Ärger die Öffentlichkeit.
Inzwischen sind in den Publikumsmedien einige Berichte aufgetaucht über angefressene Skoda-Kunden, weil sie die eigentlich garantierte Prämie doch nicht bekommen. „Diese Autokäuferin ist sauer auf Skoda“, hieß es etwa schon am 15. Januar im „Westfalen-Blatt“. Der „Focus“ warf einige Tage später in Zusammenarbeit mit der Onlineplattform „E-Fahrer.com“ die Frage auf: „Skandal bei Skoda?“. Und der „Merkur“ befand „Autobauer fordert ‚absurde‘ Beteiligung am Umweltbonus“. Alles keine angenehmen Schlagzeilen für das tschechische Fabrikat, das kurz davor noch mit Marktanteilsbestwerten geglänzt hatte – und Mitte des Monats eigentlich mit den „Skoda Buffet“ Absatzschwung holen wollte für 2024.
-
4 Wochen kostenlos testen
-
Danach 17,90 € / Monat
-
Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen