Uhinger Autohaus Vogel in Schwierigkeiten

Autor Jens Rehberg

Das Amtsgericht Göppingen hat ein Insolvenzverfahren gegen die Autohaus Peter Vogel GmbH eröffnet. Nach einem ersten Überblick ist der vorläufige Insolvenzverwalter zuversichtlich.

Das Autohaus Vogel in der Uhinger Schulstraße.
Das Autohaus Vogel in der Uhinger Schulstraße.
(Foto: Autohaus Vogel)

Die Autohaus Peter Vogel GmbH in Uhingen (Renault, Dacia, Mitsubishi und Isuzu) ist zahlungsunfähig. Laut einer amtlichen Bekanntmachung hat das Amtsgericht Göppingen am Donnerstag ein Insolvenzverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Marcus Winkler aus Stuttgart wurde als vorläufiger Insolvenzverwaltzer eingesetzt. Betroffen sind nach einem Bericht der „Göppinger Kreisnachrichten“ (Online-Ausgabe) 27 Mitarbeiter am Hauptsitz der GmbH in Uhingen sowie an einem Gebrauchtwagenstandort in Göppingen.

Wie Geschäftsführer Peter Vogel der Zeitung sagte, liefen seine Geschäfte derzeit sehr gut, die Ursache für den aktuellen Liquiditätsengpass sei vielmehr ein Betrugsfall, in dem mittlerweile die Staatsanwaltschaft ermittelt. Ein langjähriger Mitarbeiter habe dem Kfz-Betrieb einen Schaden in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro zugefügt. Die Staatsanwaltschaft Ulm sagte indes auf Anfrage der „Göppinger Kreisnachrichten“, ob eine Straftat nachgewiesen werden könne, sei derzeit noch offen.

Vogel habe zunächst versucht, den Engpass mit Krediten zu überbrücken, dann hätten ihn die beteiligten Banken allerdings im Stich gelassen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter bestätigte im Gespräch mit der Zeitung, dass Vogel den Insolvenzantrag sehr frühzeitig gestellt habe. Nach einem ersten Überblick sehe der Rechtsanwalt gute Voraussetzungen für eine Fortführung des Betriebs.

Peter Vogel hatte das Unternehmen 1984 gegründet. Wie er der Zeitung erklärte, habe er zeitweise jährlich bis zu 2.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft.

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