Umfrage: Online verdrängt Inzahlungnahme beim Ankauf
Händler schätzen laut einer aktuellen Umfrage vor allem die einfachen Prozesse der Gebrauchtwagenportale im Internet. Dabei zahlen sie für Autos online meist sogar mehr als bei der klassischen Inzahlungnahme.
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Autohändler setzen beim Ankauf von Gebrauchtwagen immer stärker auf Onlineportale statt auf die Inzahlungnahme. Und das, obwohl sie auf den Gebrauchtwagenbörsen im Internet meist mehr zahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine ausgewertete Umfrage des Portals Ichwillmeinautoloswerden.de. Zwischen April und Mai 2017 hatten 170 deutsche Autohändler an der Befragung teilgenommen.
Dabei stimmten 86 Prozent der Umfrageteilnehmer der These zu, dass Autohändler in Zukunft verstärkt über Onlineportale statt Inzahlungnahme ankaufen werden. Die Mehrheit (53 %) gab an, im Normalfall online mehr für den Ankauf eines Gebrauchten zu zahlen, 40 Prozent sahen kaum Unterschiede zwischen den Preisen auf den Portalen und der klassischen Inzahlungnahme. Lediglich sieben Prozent zahlen nach eigenen Angaben bei der Inzahlungnahme mehr als online.

Laut der Umfrage schätzen die Händler an Onlineportalen vor allem die einfachen Prozesse beim Ankauf von Autos. Wichtig ist ihnen, dass angebotene Fahrzeuge detailliert beschrieben werden und aussagekräftige Fotos zum Produkt vorhanden sind. 77 Prozent der Befragten gaben an, dass auch Bilder vom Innenraum von großer Bedeutung sein, um den Wert eines Autos schätzen zu können.
Zudem bestätigte die Umfrage einen weiteren Trend im automobilen Umfeld: Gedeckte Farben stehen bei Kunden höher im Kurs als bunte Lackierungen. Fast drei Viertel der befragten Händler (73 %) erklärten, dass sich Autos mit dezenten Farben grundsätzlich besser verkaufen. Allerdings gaben immerhin 27 Prozent der Teilnehmer an, die Farbe vom Fahrzeugtyp abhängig zu machen. Paradebeispiel hierfür sind etwa Autos der Marke Ferrari, mit der man instinktiv die Farbe rot verbindet.
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