Geländeüberwachung Mosolf lässt autonome Drohnen fliegen

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Über eine Fläche von 200.000 Quadratmetern erstrecken sich die Stellflächen des Umparkspezialisten für die Autoindistrie in Illingen. Um da – vor allem nachts – den Überblick zu behalten, investiert Mosolf in ein High-Tech-Konzept.

Fahrzeug- und Geländeüberwachung: Der Logistikdienstleister Mosolf setzt aktuell an einem ersten Standort eine autonome Drohne des Berliner Anbieters Arrowtec ein.(Bild:  Arrowtec)
Fahrzeug- und Geländeüberwachung: Der Logistikdienstleister Mosolf setzt aktuell an einem ersten Standort eine autonome Drohne des Berliner Anbieters Arrowtec ein.
(Bild: Arrowtec)

Um Flächen und Fahrzeuge zu schützen, setzt Mosolf an seinem Standort im baden-württembergischen Illingen seit kurzem eine autonom agierende Drohne ein. Denn auf das Thema Standortsicherheit legten die Kunden des Logistikdienstleisters zunehmend wert, ist in einer Pressemitteilung von Mosolf zu lesen. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen bis hin zur Bezifferung der Entdeckungswahrscheinlichkeit von Personen, die sich unerlaubt auf dem Gelände aufhalten, würden akribisch nachverfolgt.

Von dieser komplett schließbaren Ladestation steigt das Fluggerät auf.  (Bild:  Arrowtec)
Von dieser komplett schließbaren Ladestation steigt das Fluggerät auf.
(Bild: Arrowtec)

Nach zwei Testphasen hat das Unternehmen nun Ende August am Standort Illingen eine erste autonom patrouillierende Drohne in Betrieb genommen. Die rechnergesteuerte Drohne überfliegt dabei in unregelmäßigen Zyklen sowie in arrhythmischen Routen flächendeckend die Flächen des Mosolf-Standortes.

Das 900 Gramm leichte Fluggerät des Berliner Anbieters Arrowtec kann Mosolf sowohl tagsüber als auch in der Nacht wachen lassen. Die Flughöhe beträgt dabei zwischen 30 und 45 Metern und soll einen Blick zwischen jede Autoreihe ermöglichen.

Eine spezielle Software übermittelt der Drohne ihre Missionen – diese startet dementsprechend von ihrer automatisch aufklappenden Ladestation. Mithilfe einer computergestützten Videobildanalyse werden die Bilder ausgewertet, dabei kann das System zwischen Menschen und Tieren unterschieden. Schlägt die Drohne Alarm, wird dieser von einer zentralen Leitstelle bearbeitet, die dann je nach Situation entsprechende Maßnahmen einleitet.

Deutlich höherer Sicherheitslevel

Laut Mosolf konnten unerlaubte Personen auf dem Gelände bislang zu 100 Prozent erkannt werden. Der Sicherheitslevel am Standort werde damit deutlich erhöht – im Einklang mit der DSGVO.

„Arrowtec besitzt als erster Anbieter eine EU-weite Lizenz für den autonomen Flugbetrieb ohne Pilotenüberwachung“, wird Tobias Mosolf, Teamleiter für strategisches Technologiemanagement, in der Mitteilung zitiert. Das ausgeklügelte Konzept hat allerdings seinen Preis: Wie Arrowtec auf Anfrage mitteilte, liegt das Basispaket mit funktionaler Grundausstattung „und umfassendem Service“ zwischen 3.000 und 4.500 Euro pro Monat.

Im November will Mosolf die Drohnenüberwachung an einem weiteren Standort starten.

(ID:49749607)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung