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Auch die Schadensteuerung durch Versicherer wie die HUK betrachtet Ziegler als ein Geschäft für das Autohaus. Er äußerte sich zwar nicht zu wirtschaftlichen Ergebnissen in diesem Bereich, machte aber deutlich, dass die Nichtauslastung des Personals verhindert werden müsse. Und in diesem Punkt sei die Kooperation mit der HUK hilfreich.
ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme erklärte, dass es zwar schön sei, wenn im Service hohe Deckungsbeiträge erziele, dass aber daraus auf keinen Fall der Fahrzeugverkauf subventioniert werden dürfe. Er sieht den klassischen Händlerbetrieb als gefährdet an. Dabei machte Fromme deutlich, dass es sich um seine persönliche Meinung handele, die von der Meinung des ZDK abweichen könne.
Neue Leasingansätze
Eberhard Schrempf, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der BMW-Bank zeigte auf, mit welchen Maßnahmen Fahrzeughersteller der Krise im Automobilhandel begegnen. Beispiele hierfür waren das sogenannte Sunshine-Leasing für Cabrios, bei dem der Kunde eine Art Schönwettergarantie erhält und die Sicherheitspakete in der Kfz-Versicherung. Hier erhält der Kunde Nachlässe auf seine Versicherungsprämie, wenn er bestimmte Ausstattungen mitkauft.
„Es gibt einen massiven Druck auf den Umsatz und die Margen“, resümierte Karsten Crede, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherung. Deshalb müsste die Zusammenarbeit zwischen Autohandel und Versicherung ausgebaut werden. Derzeit befände sich die Penetrationsrate in einer Stagnationsphase. Nach seiner Erfahrung würde der Verkäufer die Versicherung beim Autoverkauf nicht oder zu wenig ansprechen. Dadurch gingen dem Autohaus Umsätze und ihm unter Umständen Provisionen verloren.
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