Umweltminister besucht Kfz-Betrieb

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Vertreter des Kfz-Gewerbes haben in einer gemeinsamen Aktion die Partikelfilternachrüstung weiter vorangetrieben.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Vertreter des Kfz-Gewerbes haben in einer gemeinsamen Aktion die Partikelfilternachrüstung weiter vorangetrieben. Mittlerweile unterstützt der Staat die Nachrüstung mit 330 Euro in bar, bislang wurde dieser Förderbetrag bei der Berechnung der Kfz-Steuer gutgeschrieben.

Ab Anfang September können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entsprechende Anträge online gestellt werden. Bis Ende des Jahres läuft die Förderung. Das Förderprogramm hat ein Volumen von 66 Millionen Euro und reicht für etwa 200.000 Nachrüstungen. Ausgezahlt wird in der Reihenfolge der Antragseingänge.

Die Förderung sei insgesamt gut angelaufen, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf der Veranstaltung. Allerdings hätten mangelhafte Filter der Nachrüstung einen herben Rückschlag verpasst und dem Markt stark zugesetzt. Bei einigen Herstellern habe es bis zur kriminellen Energie gereicht, entsprechende Tests zu manipulieren.

Umrüstungaktion in Wolfenbüttel

Gabriel lobte die Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Das Bundesumweltministerium habe auf die Unterstützung des Verbandes zählen können, die schadhaften Filter vom Markt zu bekommen, so der Umweltminister.

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Doch längst hat sich die Situation geändert. „Es ist alles geklärt, die schlechten Systeme sind vom Markt verschwunden“, so Gabriel. Er hoffe, dass die Möglichkeit zur Wahl zwischen Bar-Förderung und Steuergutschrift zu weiteren Umrüstungen führt. „Wir hoffen, dass damit wieder Bewegung in den Markt kommt.“

Bei der heutigen Aktion besuchte Gabriel den Kfz-Betrieb von Werner Breitkopf in Wolfenbüttel. Dort wurde das Fahrzeug von Heike und Herbert Meusel mit einem Dieselpartikelfilter von HJS nachgerüstet.

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