Update fürs Oldtimer-Radio

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Dank Schnittstelle zum DSP lassen sich die Lautsprecher mit einem Windows-PC über eine spezielle Software beim Fachhändler präzise im Klang an den Autoinnenraum anpassen. Eine Fünf-Kanal-Endstufe wie die Match M 5D SP mk2 für 550 Euro kann sogar noch einen kompakten passiven Subwoofer von Audiotec Fischer ansteuern. Dieser lässt sich wie der Match PP 8E-Q (200 Euro) in den Kofferraum legen, wo man ihn jederzeit nach Lösen einer Steckverbindung herausnehmen kann. Oder man versenkt ihn wie den runden Match PP 7S-D (220 Euro) völlig unsichtbar in der Reserveradmulde – zumindest in klassischen BMWs, die schon in den 60-ern eine flache Abdeckung verwendeten.

Bleibt nur die Frage, wie man MP3-Audio von seinem Smartphone einspeisen kann? Schließlich waren USB oder AUX-Anschlüsse damals nicht an Bord, nicht zu reden von Bluetooth. Mit einem FM-Transmitter (etwa Technaxx FM 900 BT, 30 Euro) für den Zigarettenanzünder-Anschluss kann der Handy-Nutzer die Musik über UKW auf einem freien Kanal direkt ins Autoradio funken und dabei noch sein Gerät am USB-Anschluss aufladen. Außerdem bietet das Gerät Skip-Tasten und eine Freisprecheinrichtung.

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Der Trick mit dem Funk funktioniert ziemlich gut. Der Sound besaß im Hörtest zünftigen Kick und bot einen druckvollen, differenzierten Bass, von dem SWR-, BR- und HR-Hörer nur träumen können. Allerdings rauscht das Ganze rechts stark und bereitete speziell bei Überlandfahrten häufig Störungs-Stress mit lokalen Radiostationen, die auf der gleichen oder einer benachbarten Frequenz sendeten. Kassetten-Adapter für AUX oder Bluetooth rauschen etwas weniger, bereiten mit vielen Bandlaufwerken aber gewisse Probleme und sind lange nicht so praktisch wie der UKW-Transmitter.

Zwei Möglichkeiten für die perfekte Lösung

Wer eine wirklich perfekte Lösung sucht, hat zwei sinnvolle Alternativen: Entweder eine smarte Digital-Endstufe wie die PP-62 DSP für 500 Euro einbauen und die Songs über das für 130 Euro erhältliche Bluetooth-Modul direkt in deren DSP streamen. Der umgeht dann das betagte, nur noch zum Nachrichtenhören benötigte Autoradio für optimale Sound-Qualität. Das Erscheinungsbild bleibt aber vollkommen original.

Oder man greift gleich zu einem leistungsfähigeren Autoradio. Neben Anbietern, die sich auf die Restauration gesuchter Klassiker von Marken wie Becker oder Blaupunkt spezialisiert haben, gibt es auch Neuware im Vintage-Look. Hier stößt man immer wieder auf den Namen Ampire Electronics. Der Car-Audio-Spezialist aus Grevenbroich bietet schon für unter 500 Euro eine ganze Reihe hochmoderner Headunits mit UKW- plus DAB-Tuner, USB- und AUX-Anschlüssen und vor allem Bluetooth-Schnittstelle. Die Blenden mit den Knöpfen kann der Oldtimer-Besitzer dann ganz nach Epoche an sein Schmuckstück anpassen.

Am Ende dürften zwar all diese Maßnahmen nicht den Klang mit Bühnenabbildung über dem Armaturenbrett erreichen – wie man es von heutigen Mehrkanal-Systemen mit mehr als zehn Lautsprechern kennt – doch in Dynamik, Ausgewogenheit und Bass-Fundament kann der Oldtimer mit einem HiFi-Upgrade mit seinen Nachkommen in vielen Fällen gleichziehen.

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