US-Lichttest: Kein kleines SUV leuchtet gut aus

Autor Christoph Seyerlein

Ein US-Versicherungsinstitut in den USA hat die Frontscheinwerfer von kleinen SUV-Modellen untersucht – mit fast durchweg erschreckenden Ergebnissen.

Der Ford Escape zählt laut IIHS mit „akzeptablen“ Scheinwerfern schon zu den „Testsiegern“.
Der Ford Escape zählt laut IIHS mit „akzeptablen“ Scheinwerfern schon zu den „Testsiegern“.
(Bild: Ford)

Mehr als die Hälfte der derzeit gehandelten kleinen SUVs in den USA haben schlechte Frontscheinwerfer. Das zumindest behauptet das „Insurance Institute for Highway Safety“ (IIHS) und stützt sich auf einen selbst durchgeführten Test an 21 Modellen. Ebenfalls wenig schmeichelhaft für die Hersteller: Kein einziges Auto erhielt die Wertung „gut“.

Noch am besten schnitten der Ford Escape, der Honda CR-V, der Hyundai Tucson und der Mazda CX-3 ab, sie wurden von den Prüfern zumindest als „akzeptabel“ eingestuft. Die restlichen Modelle waren entweder „grenzwertig“ oder „schlecht“. Das absolute Schlusslicht bildete der Honda HR-V.

Als „grenzwertig“ stufte das IIHS folgende Autos ein:

  • BMW X1
  • Mazda CX-5
  • Mitsubishi Outlander
  • Toyota RAV4
  • VW Tiguan

Für die weiteren getesteten Modelle blieb nur die Bewertung „schlecht“ übrig:

  • Audi Q3
  • Buick Encore
  • Chevrolet Trax
  • Fiat 500X
  • Honda HR-V
  • Jeep Patriot
  • Jeep Renegade
  • Jeep Wrangler
  • Kia Sportage
  • Mitsubishi Outlander Sport
  • Nissan Rogue
  • Subaru Forester

Das Institut ließ verschiedene Faktoren in seine Bewertungen einfließen. In unterschiedlichen Fahrsituationen – geradeaus, leichte und scharfe Links- und Rechtskurven – achteten die Prüfer beispielsweise darauf, wie gut die jeweiligen Scheinwerfer die Straße ausleuchteten und ob sie entgegenkommende Fahrer blendeten. Die Testergebnisse im Straßenbetrieb verglichen die Ingenieure des IIHS mit den Idealwerten für Scheinwerfer.

Besonders häufig stellten die Prüfer bei den kleinen SUVs Blend-Probleme fest. „Das resultiert zumeist aus falschen Scheinwerfereinstellungen“, sagte IIHS-Ingenieur Matthew Brumbelow. Dabei seien die Scheinwerfer in SUVs höher montiert als in den meisten anderen Fahrzeugklassen und sollten deswegen tiefer eingestellt werden. „Stattdessen sind einige von ihnen noch höher eingestellt als die Frontlichter in kleineren Fahrzeugklassen, die wir bereits getestet haben“, so Brumbelow.

Anfang des Jahres hatte das Institut bereits aktuelle Mittelklasseautos in den USA auf ihre Leuchtfähigkeiten untersucht – ebenfalls mit schwachen Ergebnissen. Damals hatte das Institut kritisiert, dass die von der US-Regierung festgelegten Standards für Scheinwerfer eine zu große Variation der Lichtstärke zulassen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters haben die Ratings der Versicherungsgruppe in den USA durchaus Gewicht.

(ID:44168856)