Praxistipp: BMW/Mini-Motor B38
Vanos muchachos!
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BMWs 3-Zylinder-Motor (B38) neigt zu Totalschäden am Nockenwellenversteller samt Peripherie. Wie sich ein entsprechender Defekt ankündigt, was die Ursache ist und worauf man bei der Reparatur unbedingt achten sollte, verrät Motorexperte Burkard Wild.
Ein drohender oder bereits eingetretener Schaden kündigt sich meist durch ein lautes Klappern aus dem Bereich der Nockenwellen an“, holt Diagnose- und Motorenexperte Burkard Wild (wild-motoren.de) aus. Im Fehlerspeicher findet sich dann zudem häufig ein Eintrag, der auf eine klemmende Nockenwellenverstellung hinweist, so der Unterfranke weiter. Letztlich Klarheit verschaffe meist erst die Demontage des Ventildeckels. „Achten Sie zudem auf die Injektoren, die bestehen aus Kunststoff. Verwenden Sie unbedingt das vorgeschriebene Spezialwerkzeug zur Demontage, um sie nicht zu zerstören“, gibt Wild als praktischen Tipp mit auf den Weg.
Nicht selten zeigt sich der Nockenwellenversteller nach dem Öffnen völlig zerstört, wie dieser auf dem Bild unten – er lief irgendwann trocken. Die Suche nach dem „Übeltäter“ führt schnell zum sogenannten Ölmengenregelventil der variablen Nockenwellenverstellung (siehe Bildergalerie Bild 1). Schwingungen im Ölkreislauf zerstören ein kleines Sieb im Regelventil. Dessen Drahtstücke gelangen über das dahinterliegende Membranventil in das Innere des Regelventils. Dieses wiederum steuert die Ölmenge für die Früh- und Spätverstellung der Nockenwelle. Durch die Siebteile wird der Regelkolben blockiert oder beeinflusst, sodass eine der Kammern im Versteller nicht mehr ausreichend mit Öl versorgt wird und leer läuft (siehe Bildergalerie Bild 2).
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