Veedol ist zurück im deutschen Markt
Nach zehnjähriger Abstinenz wird die Traditions-Ölmarke wieder in ausgewählten Fachwerkstätten erhältlich sein. Der neue Veedol-Vertriebschef ist in der Branche kein Unbekannter.

Die Konkurrenz auf dem deutschen Schmierstoffmarkt verschärft sich. Ab März 2014 wird die traditionsreiche Ölmarke Veedol wieder in Deutschland gehandelt. Wie es in einer Mitteilung der Veedol Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg heißt, soll Veedol hierzulande, in der Schweiz und Österreich als Premium-Marke im Bereich der automotiven Schmierstoffe neu aufgebaut werden.
Zum Neustart in Deutschland will Veedol – die Marke gehört seit 2011 der indischen Tide Water Oil Company, die ab 1928 Lizenznehmer im Heimatmarkt für Veedol-Schmierstoffe war – ein breites Sortiment anbieten. Zum Produktangebot gehören laut einer Broschüre Pkw-, Nutzfahrzeug- und Motorradöle, Schmierstoffe für Schalt- und Automatikgetriebe, Fette und Kühlmittel.

Damit würde die 1915 gegründete Marke dort weitermachen, wo sie 2003 aufhören musste. Damals hatte die Deutschen BP AG als Muttergesellschaft die laut damaliger Eigenwerbung „edle Marke mit hoher Beratungskompetenz und absoluter Fachhandelstreue“ schrittweise vom Markt genommen. Begründet wurde die Entscheidung damals, dass nur noch „Marken mit einem hohen Endverbraucher-Bekanntheitsgrad gute Chancen im Markt haben“.
Zudem konkurrierten innerhalb des Öl-Konzerns damals neben Veedol auch die Marken Castrol, BP und Aral um Kunden. „In einem hart umkämpften Markt können wir uns keine vier Marken mehr leisten“, sagte damals der Leiter des BP-Schmierstoffgeschäfts, Karl-Heinz Seifert, im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Im Jahr 2005 war die Marke endgültig vom Markt verschwunden, bereits 2003 war nach langjähriger Kooperation zum letzten Mal der DAT-Veedol-Report erschienen (zum DAT-Archiv).
(ID:42544841)