Scheinwerferinstandsetzung Verdunklungsgefahr durch UV-Strahlen

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 7 min Lesedauer

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Scheinwerfer-Lichtaustrittscheiben aus dem Kunststoff Polycarbonat sind empfindlich gegen UV-Strahlung. Sie vergilben und können zudem durch mechanische Einflüsse beschädigt werden. Obwohl möglich, ist Instandsetzen noch immer nicht zulässig. Ein Status-quo-Bericht.

Scheinwerfer-Lichtaustrittscheiben aus dem Kunststoff Polycarbonat sind empfindlich gegen UV-Strahlung.(Bild:  Diehl – VCG)
Scheinwerfer-Lichtaustrittscheiben aus dem Kunststoff Polycarbonat sind empfindlich gegen UV-Strahlung.
(Bild: Diehl – VCG)

Herbst 2022 – das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat zum alljährlichen Allianz Autotag eingeladen. In dessen Rahmen fordert Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer des Forschungsinstituts, Reparaturen an Scheinwerfer-Lichtaustrittscheiben aus Polycarbonat-Material, wie sie seit Mitte der Neunzigerjahre eingesetzt werden, zuzulassen: Die Unzulässigkeit innerhalb Deutschlands sei – Zitat – „insofern nicht verständlich, da das Verfahren in anderen europäischen Ländern zulässig und zudem von einer Reihe von Fahrzeugherstellern freigegeben ist. Hier sollte das Bundesministerium für Digitales und Verkehr die aktuelle Regelung prüfen und den Weg für eine fachgerechte Instandsetzung durch die Werkstätten freimachen.“

Auf Nachfrage von »kfz-betrieb« präzisiert der AZT-Geschäftsführer, was er unter reparablen Schäden versteht: Vergilbungen, oberflächliche Kratzer und ebensolche Steinschläge. Wird der Scheinwerfer instand gesetzt statt erneuert, beziffert das AZT die CO2-Einsparung auf 98 Prozent und die Kostenminderung – am Beispiel des VW ID 3 – auf knapp 1.000 Euro.