„I statt E“ versus Gebrauchtteile Viel grüner als green

Von Leif Knittel 7 min Lesedauer

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Kaum etwas wird derzeit so sehr strapaziert wie der Begriff „Nachhaltigkeit“. Werkstätten zeigen sich genervt von Nachhaltigkeitssiegeln beziehungsweise Zertifikaten sowie den immer neuen Ideen in diesem Bereich, wie Gebrauchtteile einzusetzen. Es gibt aber durchaus praktikable Ansätze, wie Carbon zeigt.

Ein Schaden – zwei Aluminiumschraubteile, die dank der sanften Reparatur mit dem CBR-System nicht verschrottet und neu produziert werden müssen.(Bild:  Carbon)
Ein Schaden – zwei Aluminiumschraubteile, die dank der sanften Reparatur mit dem CBR-System nicht verschrottet und neu produziert werden müssen.
(Bild: Carbon)

In Dubai ist die COP28-Klimakonferenz mit rund 80.000 Besuchern aus 198 Ländern der Erde zu Ende gegangen. Klar ist: Mit den aktuellen Plänen verfehlen die meist per Flugzeug angereisten Besucher sowie Deutschland, Europa und der Rest der Welt sämtliche Ziele, die notwendig wären, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Auch wenn die K&L-Branche im Alleingang den Planeten nicht wird retten können: Manchmal ist das beherzte Tun vieler im Kleinen wesentlich wirkungsvoller als große Pläne und Absichtsbekundungen.

„Der Begriff ‚Nachhaltigkeitsdebatte““, betont Siegbert Müller, Gründer und Vertriebsleiter der Carbon GmbH, „bedeutet im Kern doch nur, dass zwar viel geredet, aber faktisch zu wenig getan wird.“ In vielen Konzernen und Unternehmen diene das Thema Nachhaltigkeit leider mehr dem Greenwashing des eigenen Produktportfolios durch Marketing- und PR-Strategen, als dass konkrete Maßnahmen erkennbar seien. An jedem einzelnen Arbeitstag füllen Tausende Karosserieteile die Schrottcontainer deutscher Werkstätten, stellt Siegbert Müller fest. Mehr als 60 Prozent der Stahl- und Aluminiumteile, so behauptet er, könnten heute technisch und wirtschaftlich sinnvoll repariert, anstatt aufwendig gegen ein Neuteil ausgetauscht zu werden.