Antriebstechnik
Viele kleine Batterien statt wenige große
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Toyota will auch in Zukunft die ganze Vielfalt der Antriebsbauarten anbieten. Neben die bekannten Hybride und die Brennstoffzelle treten bis 2026 sechs neue Elektroautos. Und dann planen die Japaner noch etwas ganz Besonderes – ebenfalls mit Wasserstoff.
Auf seinem Kenshiki-Forum, einer Pressekonferenz zur Unternehmens- und Produktstrategie am 29. November in Brüssel, zeigte der japanische Weltmarktführer neben ein paar Studien und einem neuen Serienmodell vor allem eins: Selbstbewusstsein. Toyota traut sich nämlich zu, praktisch alle zur Verfügung stehenden klimafreundlichen oder -neutralen Antriebskonzepte parallel zu entwickeln und dabei nach der am besten passenden Lösung für das jeweilige Fahrzeugsegment zu suchen.
Die Japaner sehen darin die Möglichkeit, den Klimaschutz schneller voranzubringen als bei einem kompletten Umstieg auf die Elektromobilität. Dr. Gill Pratt, Toyotas Chefwissenschaftler und Leiter des konzerneigenen Forschungsinstituts, plädierte dafür, die aktuell knappen Batteriewerkstoffe lieber auf viele kleine Batterien für Hybride und Plug-in-Hybride aufzuteilen, anstatt auf wenige E-Autos mit großen, teuren Stromspeichern. So ließe sich das Klima effektiver schützen, zumal aktuell auch die Erzeugung des Ladestroms für die BEVs noch längst nicht klimaneutral geschehe. „Wir müssen das Beste für die Umwelt tun, nämlich die größtmögliche CO2-Reduktion aus jeder produzierten Batteriezelle herausholen und so viele nicht elektrifizierte Fahrzeuge wie möglich durch elektrifizierte ersetzen“, betonte Gill Pratt. „Unser Feind ist der Kohlenstoff und nicht ein besonderer Antriebsstrang.“
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