Kaum etwas galoppiert so schnell wie die Technologien in modernen Fahrzeugen. Gerade die Anbieter von Multimarken-Diagnosegeräten müssen, um entsprechend am Ball zu bleiben, vor allem ihre Software regelmäßig updaten. So wie Bosch im Fall seiner Esitronic.
Bosch-Esitronic-Nutzer können den „Remote Diagnostics Service“ jetzt auch mithilfe der KTS-Module 560 und 590 in Anspruch nehmen.
(Bild: Bosch)
Die Bosch-Entwickler waren fleißig und haben in ihrer bekannten Multimarken-Diagnose namens „Esitronic“ diverse Funktionen ergänzt bzw. ausgebaut. So umfasst das System „Secure Diagnostic Access“ (SDA) – in diesem bündeln die Stuttgarter ihre Konzepte in Sachen Security Gateway, das heißt den Zugang zu geschützten Fahrzeugdaten – jetzt auch die Marken Kia und Hyundai. Mit dem jetzt anstehenden Update (2023/2.05) erhalten Esitronic-Nutzer Zugriff auf erste geschützte Fahrzeugdaten der Koreaner. Weitere geschützte Diagnoseinhalte sollen mit nachfolgenden Updates folgen. Im Fall der beiden neuen Fahrzeughersteller-Lösungen müssen Werkstätten laut Bosch keine neuen Prozessschritte durchlaufen. Die Anmeldung mit der persönlichen „Single Key ID“ (ehemals Bosch-ID) reicht aus. Extra Kosten fallen zudem keine an.
Remote-Diagnose jetzt auch über KTS
Bislang konnten Werkstätten den „Remote Diagnostics Service“ von Bosch nur mithilfe des speziellen Ferndiagnosegeräts „RDS 500“ in Anspruch nehmen. Ab sofort geht sie diese Dienstleistung auch über den aktuellen Diagnosetester KTS 350 bzw. die Diagnosemodule KTS 560 oder 590. Dazu muss sich der Betrieb zunächst mit seiner persönlichen Bosch-Single-Key-ID identifizieren. Anschließend kann er den Service im RDS-Kundenportal oder über die Esitronic anfordern, das Problem beschreiben und einen Termin für die Remote-Unterstützung vereinbaren.
Ein Bosch-Experte meldet sich zum vereinbarten Termin und bespricht das Problem zunächst mit dem Werkstattmitarbeiter. Falls nötig, ist über die Bosch-App „Workshop Service Assist“ auch eine direkte Kommunikation per Video möglich. Anschließend greift der Experte über die hergestellte Verbindung direkt auf das Fahrzeug zu und führt die Arbeiten aus der Ferne durch. In der Zwischenzeit kann der Werkstattmitarbeiter andere Service- oder Reparaturarbeiten am Kundenfahrzeug erledigen. Er wird informiert, sobald der Remote Diagnostics Service abgeschlossen ist.
Derzeit sind über den Remote Diagnostics Service unter anderem folgende Arbeiten abrufbar: der Austausch von Multimedia- oder Scheinwerfer-Modulen, die ADAS-Sensor- oder Radar-Kalibrierung, die Parametrisierung von Komponenten oder die Kalibrierung des Bremssystems. Werkstätten, die das RDS 500 verwenden, können den Remote Diagnostics Service im Abonnement nutzen, in dem das Ferndiagnosemodul enthalten ist. In den Abo-Kosten von 1.000 Euro pro Jahr sind 120 Credits enthalten (entspricht 8,33 Euro pro Credit). Die abrufbaren Services schlagen mit jeweils zwischen 5 bis 15 Credits zu Buche. Mit der neuen Möglichkeit, den Remote Diagnostics Service über die Diagnosemodule KTS 350, 560 oder 590 anzufordern, ist ein Abonnement nicht mehr zwingend notwendig. Über ein kostenloses Software-Update wird die RDS-Funktion in die KTS-Module integriert. Die Werkstatt bezahlt dann für jeden abgerufenen Service aus der Ferne gesondert.
Wichtige Tipps für Tesla
Zu den noch jungen Marken innerhalb der Esitronic zählen jetzt auch die Modelle Model S und Model X von Tesla. Weitere Modelle und Funktionen sollen folgen. Tesla stellt laut Bosch in vielerlei Hinsicht eine Neuerung in Sachen Diagnose dar, die die Werkstätten kennen sollten bzw. müssen. So muss man beispielsweise bei besagten Fahrzeugen das Bremspedal betätigen, um das Fahrzeug in den Modus zu versetzen, in dem man Zugriff auf die CAN-Diagnosefunktionen hat – das gibt es bei keinem anderen Fahrzeughersteller. Mit dem Software-Update 2023/2 bietet die Esitronic nach dem Klick auf „Diagnose“ und „Systemübersicht“ eine Verlinkung auf nützliche Informationen für die Tesla-Diagnose.
Mit dem Software-Update 2023/2 erhalten Esitronic-Nutzer nützliche Informationen für die Tesla-Diagnose.
(Bild: Bosch)
Besseres FIN-Auslesen
Da bei bestimmten Fahrzeugmarken die Fahrzeug-Identifikationsnummer („FIN“ bzw. Vehicle Identification Number „VIN“) nicht automatisch über den OBD Mode 9 ausgelesen werden kann, hat Bosch folgende „Hilfe“ in seine Diagnosesoftware integriert: Um ein Auslesen bei den betroffenen Fahrzeugmarken dennoch zu ermöglichen, hilft es, zuvor die Fahrzeugmarke auszuwählen. Hierdurch kann der Anwender die FIN aus anderen Steuergeräten, wie zum Beispiel aus der Motorsteuerung, auslesen und das Fahrzeug identifizieren.
Dazu gibt es im bekannten Reiter „VIN Identifikation“ nun die Möglichkeit, vor dem Auslesen der „Fahrgestellnummer“ die Fahrzeugmarke auszuwählen. In der Auswahl sind die Fahrzeugmarken aufgeführt, bei denen die vorherige Auswahl auch zu einem verbesserten Ergebnis der VIN-Identifikation führt. Zum Start der neuen Funktion ist das für die Marken Chevrolet, Hyundai, Kia, Opel/Vauxhall und Suzuki möglich. Weitere Marken werden laut Bosch in den nächsten Updates ergänzt.
Stand: 08.12.2025
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