Der Gewinner des Deutschen Werkstattpreises 2024 ist ein breit aufgestellter Betrieb mit beneidenswerter Werkstattausrüstung, weitgehender Digitalisierung, Vier-Tage-Woche und gesicherter Nachfolge: das Autohaus Deusch aus Zell am Harmersbach.
Das Autohaus Deusch ist ein „Wiederholungstäter“: Bereits 2018 stand der Betrieb ganz oben auf dem Siegertreppchen des Deutschen Werkstattpreises, 2013 war er immerhin der Drittplatzierte.
(Bild: Diehl – VCG)
Wem der Name Deusch im Zusammenhang mit dem Deutschen Werkstattpreis bekannt vorkommt, täuscht sich nicht. Bereits 2018 stand der Betrieb aus dem westlichen Schwarzwald ganz oben auf dem Siegertreppchen, 2013 war er immerhin der Drittplatzierte. Dass man sich danach nicht zufrieden zurücklehnte, belegt der einleitende Wortlaut in der Bewerbung zum diesjährigen Deutschen Werkstattpreis: „Wir geben unsere Bewerbung ab, um zu sehen, wie wir im Vergleich zu den Mitbewerbern dastehen.“
Alles begann 2005, als das Unternehmerehepaar Beatrice und Sven Wangler den Betrieb übernahm und einen Mitarbeiter beschäftigte. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden daraus zwölf Mitarbeiter, und in den letzten zehn Jahren bildete das Unternehmen elf Lehrlinge aus. „Immer mit sehr guten Abschlüssen und mit einem Kammersieger“, wie Sven Wangler betont.
Apropos Mitarbeiter: Diesen geht es im Autohaus Deusch besonders gut. Vor rund sieben Jahren wurde die Vier-Tage-Woche eingeführt. Unter Beibehaltung üblicher Öffnungszeiten an allen fünf Wochentagen wurden die Arbeitsverträge angepasst. Seither sorgt ein digitaler Werkstattplaner dafür, dass kein Durcheinander entsteht. Übrigens können alle Mitarbeiter die Werkstatt des Kfz-Betriebs auch privat nutzen. Für Mitarbeiter und Lehrlinge steht zudem ein Fahrzeug – derzeit ein Seat Mii Electric – zur Verfügung.
Investitionen in Mitarbeiter und den Betrieb
Hinzu kommen mehrere Firmenevents, beispielsweise Ausflüge und die Weihnachtsfeier. Ein weiteres Zitat aus der Bewerbung des Betriebs: „Doch das Wichtigste ist bei uns der Zusammenhalt untereinander und dass man wertschätzend miteinander umgeht. Deshalb wird bei uns auch jeden Mittag zusammen die Pause verbracht. Hier kommen alle Themen auf den Tisch, die jemanden interessieren.“
Das Unternehmerehepaar Wangler investiert kontinuierlich in seinen Betrieb. In den Jahren 2023 und 2024 waren es beispielsweise gut 150.000 Euro, die für die Erneuerung des Reifenlagers inklusive Brandschutzmaßnahmen, die Neueindeckung des Dachs nach den aktuellen Wärmedämm- und Brandschutzbestimmungen sowie für eine Photovoltaikanlage mit Netzeinspeisung ausgegeben wurden.
Auch beim Thema Digitalisierung ist das Autohaus Deusch weit fortgeschritten. Neun Rechnerarbeitsplätze sind über einen Server vernetzt; über Kenn- und Passwort lassen sie sich wechseln. Die Datensicherung erfolgt auf zwei in Europa befindlichen Servern, zu denen der Betrieb monatlich Überwachungsberichte erhält.
Die Telefonanlage ist ebenfalls digital und erlaubt über eine App die Umstellung auf Mobiltelefone. Der erwähnte digitale Werkstattplaner ist für alle Mitarbeiter einsehbar. Durch die digitale Arbeitszeiterfassung ist eine sofortige Auswertung möglich. Zusätzlich stehen für Arbeiten im Homeoffice zwei Laptops mit Datensicherung zur Verfügung. Für den Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen existiert ein separates Dealer-Management-System (DMS).
Werkstattausrüstung lässt keine Wünsche offen
Weil es nach Sven Wanglers Meinung mit markenspezifischen Diagnosegeräten am besten funktioniert, nutzen die Werkstattmitarbeiter Tester der Volkswagen-Gruppe sowie von BMW und Mini, Mercedes-Benz und Smart. Hinzu kommen zwei Bosch KTS und ein Gutmann Mega Macs X inklusive Hochvolt-Messsystem.
Darüber hinaus existieren Abgasmessgeräte für Fahrzeuge mit Otto- und Dieselmotor, ein digitales Achsmessgerät, ein ebensolches Scheinwerfereinstellgerät auf separatem Arbeitsplatz, eine Reifenmontiermaschine, selbstverständlich mit WDK-Zertifizierung, eine Kalibriereinrichtung für Fahrerassistenzsysteme der Marken Hyundai, Kia, Mazda, Mercedes-Benz, Mitsubishi und der Volkswagen-Gruppe, ein Klimaservicegerät für die Kältemittel R134a und R1234yf, ein Kältemittelleck-Suchgerät mit Formiergas, ein Punktschweißgerät, ein Schweißgerät auch für Aluminium, ein Induktionsheizgerät zum Lösen festsitzender Teile und ungezählte Spezialwerkzeuge. Die Datenübertragung von den Werkstattgeräten zum Server übernimmt das Workshop-Net, besser bekannt als ASA-Netzwerk.
Stand: 08.12.2025
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Auch die Nachfolge im Autohaus Deusch ist gesichert. Sven Wangler bildete seine Tochter Jana-Maria selbst zur Automobilkauffrau aus. Der Sohn Nico durchlief die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bei einem nahegelegenen VW- und Audi-Betrieb. 2022 legte er die Prüfung zum Kfz-Technikermeister ab. „Dadurch ist die Nachfolge quasi schon in trockenen Tüchern, und wir können uns gemeinsam ums tägliche Geschäft kümmern“, freut sich Sven Wangler.
Der Betriebsinhaber selbst ist seit 2022 Obermeister der Kfz-Innung Ortenau sowie Mitglied im Vorstand der Kreishandwerkerschaft Ortenau und in der Vollversammlung der Handwerkskammer Freiburg. Er sagt: „Wegen meiner zahlreichen Ehrenämter bin ich jeden Tag dankbar für die Unterstützung durch meine Mitarbeiter und meine Familie.
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