Vinfast Abkehr vom Direktvertriebsmodell

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Der Marktstart von Vinfast läuft eher holprig, vor allem in Europa. In diesem Jahr will die Marke dennoch global stark wachsen – und setzt nun auf ein Händlernetz. Der reine Direktvertrieb sei zu „kapitalintensiv“.

Vinfast will zur Verbesserung der Verkaufsergebnisse stärker als bisher auf Händler setzen. Im Bild eine Verkaufsstelle in den USA, wo bereits erste Händlerverträge unterzeichnet sind.(Bild:  Vinfast)
Vinfast will zur Verbesserung der Verkaufsergebnisse stärker als bisher auf Händler setzen. Im Bild eine Verkaufsstelle in den USA, wo bereits erste Händlerverträge unterzeichnet sind.
(Bild: Vinfast)

Für den vietnamesischen Autobauer Vinfast ist das Jahr 2023 nicht wie erwartet gelaufen. Das Start-up ist bislang nicht richtig in die Gänge gekommen, auch wenn 34.885 ausgelieferte Einheiten mehr sind als bei so manch anderem Elektroautobauer, etwa Fisker (4.700) oder Lucid (6.000 Einheiten). Nun soll ein bewährtes Mittel mehr Druck auf die Vertriebspumpe bringen: ein Händlernetz. Zumindest in den USA baut Vinfast schon eine Vertriebsorganisation auf – übrigens mit einem durchaus bemerkenswerten Argument: der reine Direktvertrieb sei zu „kapitalintensiv“.

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Im November hatte Vinfast in den USA auf der Messe „Electrify Expo“ von den ersten 70 Bewerbern für einen Vertriebsvertrag berichtet. Man wolle „Elektroautos schnell für mehr Verbraucher zugänglich machen“. Inzwischen rechnet das Unternehmen damit, bis Ende 2024 etwa 130 Verkaufsstellen in Nordamerika und 400 weltweit zu haben. Die Zukunft gehöre einem „kapitalarmen Hybridmodell, bei dem der Schwerpunkt auf der Nutzung der bestehenden Vertriebsinfrastruktur durch den Aufbau eines Händlernetzes in den USA und weltweit liegt“. Folgerichtig hatte sich Vinfast Anfang Februar an der National Automobile Dealers Association Show 2024 (NADA) beteiligt, um potenzielle Vertriebspartner anzusprechen.