Visionen bei Mazda in Leverkusen Visionen in Leverkusen
Auf ihrer Händlerkonferenz in Leverkusen bekräftigte die Führungsmannschaft von Mazda ihren Willen, den Absatz in den nächsten Jahren kräftig zu steigern. Die neuen Modelle sollen helfen die ehrgeizigen zu erreichen.
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„Mazda will den Absatz in Europa in den nächsten drei Jahren auf 400 000 Autos steigern“, erläuterte Franz Danner, Vice President PR Mazda Motor Europe – ein Ziel, das den europäischen Händlern auf der Händlerkonferenz vermittelt werden sollte. Das ist eine große Aufgabe, schließlich verkaufte Mazda im Jahr 2006 europaweit „nur“ 306 000 Einheiten.
In sieben Veranstaltungen empfing der Hersteller über 5 000 Gäste im ehemaligen Ersatzteillager in Leverkusen-Hitdorf. „Wir laden die Händler alle zwei Jahre ein, um mit ihnen über die Zukunftsausrichtung, neue Produkte und Strategien zu sprechen“, erklärte Danner. „Auf Grund unserer Wachstumsziele ist es wichtig, die Händler zu motivieren und ihnen klar zu machen, dass wir mit der bestehenden Händlerschaft wachsen wollen.“
Europäische Erfolge
In Europa hat Mazda in den vergangenen Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Danner: „2001 hat Mazda in Europa nur 168 000 Autos verkauft, heute sind es fast schon doppelt so viele. Mazda produziert 1,2 Millionen Autos pro Jahr. In Europa werden davon 25 Prozent verkauft und 40 Prozent des Profits erzielt.“
Die Leverkusener Konferenz war Bestandteil einer prominenten Reihe. Die vorhergehenden europäischen Händlerveranstaltungen fanden in Monaco, Barcelona und Mailand statt. Den Anfang in Leverkusen machten die deutschen Händler. 770 Vertragspartner zählt Mazda aktuell in Deutschland. Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Michael Bergmann erklärte: „Wir wollen auch in Deutschland zulegen und 2009 gut 90 000 Fahrzeuge verkaufen.“
Das sind ehrgeizige Ziele für den deutschen Markt. Nach Angaben von Bergmann wurden 2006 gut 77 000 Mazda verkauft, davon über 80 Prozent an Privatkunden. Dabei erhöhte sich der Anteil der 20- bis 45-jährigen Kunden auf über 50 Prozent. „Ausschlaggebend für unser Wachstumsziel sind vor allem die neuen Fahrzeuge, die wir in nächster Zukunft auf den Markt bringen werden“, erläuterte Bergmann weiter, „wir können diese Aufgabe nur bewältigen, wenn wir alle zusammenarbeiten.“ Eingestimmt auf die Ziele wurden die Händler an den Abenden mit einer Ausstellung, zusätzlichen Informationen und Vorträgen. Dabei präsentierte Mazda auch die neuen Modelle des Jahrgangs 2007.
Neue Modelle
Die Händler sahen unter anderem ein Fahrzeug, das sonst noch keiner zu Gesicht bekommen hat: die endgültige Form des neuen Mazda 6. Dieses Modell wird auf der IAA sein Debüt geben und im Frühjahr 2008 auf den Markt kommen. In Hitdorf standen die drei Karosserievarianten Fließheck, Stufenheck und Kombi noch nicht als fahrbereite Modelle, aber schon mit dem endgültigen Design. Bergmann: „Unser Ziel ist es, den Mazda 6 rund 20 000 Mal pro Jahr zu verkaufen. Dabei sollen die Händler 20 Prozent Fließheck- und 10 rozent Stufenheckmodelle absetzen. Das größte Volumen erhoffen wir uns vom Kombi, der 70 Prozent ausmachen soll.“
Zu sehen gab es auch den Mazda 2. Bei dem Volumenmodell ist der japanische Hersteller einen neuen Weg gegangen. Bergmann: „Das Fahrzeug ist 100 Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Dadurch konnten wir den Verbrauch optimieren. Der CO²-Ausstoß liegt unter der 130-Gramm-Marke.“ Mit einer aggressiven Preispolitik und dem serienmäßigen elektronischen Stabilitätsprogramm DSC soll der kompakte Wagen ein Renner werden. Bergmann: „Wenn alle Modelle lieferbar sind, hoffen wir auf gut 18 000 verkaufte Autos pro Jahr.“ Vom aktuellen Mazda 2 wurden im vergangenen Jahr knapp 12 000 Stück an die Kunden veräußert.
Von USA nach Europa
Das dritte neue Modell, der Crossover Mazda CX-7, ist in den USA schon seit etwa einem Jahr auf dem Markt. Ab Oktober 2007 wird er in einer speziellen Europaversion auch in Deutschland in den Verkaufshäusern stehen – zunächst nur mit einem Benzinmotor, später auch mit Dieseltriebwerk. „Im ersten Jahr wollen wir 1 600 CX-7 verkaufen“, erklärte Bergmann.
Die Händler waren durchweg zufrieden mit der Veranstaltung und freundeten sich auch mit den Wachstumszielen an. Mark Boden, Geschäftsführer Autohaus Boden in Essen meinte dazu: „Eine runde Sache, Hitdorf war ein passender Rahmen für die Konferenz. Die Marke Mazda hat aus meiner Sicht durchaus Wachstumspotenzial. Trotz der schwierigen Zeiten liegen wir in Essen im ersten Quartal noch voll im Soll.“
Von den neuen Modellen war Boden angetan: „Der Mazda 2 ist ein schönes Auto. Wenn der Preis konkurrenzfähig ist, dann kann der Wagen ein Verkaufsschlager werden. Der Mazda 6 ist ein tolles Auto, das in unsere Zeit passt. Vielleicht hätte ich mir beim Design sogar noch etwas mehr Mut gewünscht.“ Und zum Mazda CX-7 stellte er fest: „Der Wagen ist ja schon bekannt. Aber ein Dieselmotor ist für den deutschen Markt dringend notwendig. Auf jeden Fall können wir mit dem Auto neue Kundenkreise erschließen.
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