Vitkus-Filter für die grüne Plakette
Auf der Automechanika präsentiert Vitkus Abgastechnik den „Mobil-Filter“ für Kleintransporter und Wohnmobile. Er scheidet Partikel zu mehr als 97 Prozent ab und verschafft auch älteren Fahrzeugen die grüne Plakette.
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Partikelfreie Mobilität auch für ältere Transporter und Wohnmobile will Vitkus Abgastechnik mit seinem neuen „Mobil-Filter“ gewährleisten, den das Unternehmen auf der Automechanika vorstellt. Er scheidet nach Unternehmensangaben bis zu 97 Prozent der Partikel ab und verschafft auch älteren Fahrzeugen die grüne Plakette. Das Produkt eignet sich für Fahrzeuge der Euro-I-, Euro-II- und Euro-III-Norm.
Anders als bisherige Nachrüstprodukte baut der Mobil-Filter auf dem Prinzip des geschlossenen Systems auf. Es filtert die Partikel aus dem Abgasstrom heraus und lagert sie in dem Filtersubstrat aus Siliziumkarbid ein. Bei steigender Filterbeladung muss das System die angesammelten Rußteilchen verbrennen – Fachleute sprechen von aktiver Regeneration.
Dieseleinspritzung verbrennt die Rußteilchen
Dazu setzt Vitkus eine Dieselnacheinspritzung ein, um die Abgastemperatur unabhängig von der Motorlast zu erhöhen. Hierbei gelangt eine kleine Menge Dieselkraftstoff in den Abgasstrom und damit in das sogenannte Aktivierungsmodul. Dort reagieren die Kohlenwasserstoffe aus dem Diesel und der Sauerstoff im Abgas exotherm miteinander und erzeugen die erforderliche Wärme, um den eingelagerten Ruß zu oxidieren.
Eine elektronische Steuereinheit überwacht den Abgasgegendruck und regelt die aktive Regeneration. Sie kontrolliert die Filterleistung und die Betriebsbedingungen des Motors kontinuierlich und erfasst mögliche Fehler. Eine Armaturenbrettanzeige zeigt dem Fahrer oder Wartungstechniker den Zustand des Filters an. Mit diesem System hat Vitkus Abgastechnik einen wirksamen Dieselpartikelfilter entwickelt, der die Feinstaubpartikel aus Dieselabgasen zu mehr als 97 Prozent abscheiden soll.
Grüne Plakette für ältere Transporter
Das entlastet nicht nur die Umwelt, sondern verschafft den damit ausgerüsteten Fahrzeugen sogar die grüne Umweltplakette. So haben sie auf lange Sicht freie Fahrt in den Umweltzonen, und auch der Wiederverkaufswert der nachgerüsteten Fahrzeuge steigt.
Laut Unternehmensangaben zeichnet sich der Mobil-Filter dadurch aus, dass er nicht nur die Partikelmasse um über 97 Prozent, sondern auch die Partikelanzahl um über 99 Prozent und die Emission von Stickoxiden um über zehn Prozent vermindert. Den Ausstoß des besonders gefährlichen Luftschadstoffs NO2 soll das System sogar um nahezu 60 Prozent reduzieren.
Die komplexe Technik ist allerdings teuer: Vitkus rechnet mit einem Preis von rund 3.900 Euro inklusive Einbau. Derzeit arbeitet der Abgasspezialist an der Homologation des Mobil-Filters, der zuerst für weit verbreitete Wohnmobil-Basisfahrzeuge wie den Fiat Ducato auf den Markt kommen soll.
Vitkus Abgastechnik: Halle 6.3, E69
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