Interview
Volkswagen: „Die Vergütung wird geringer ausfallen“
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Die Kernmarke des Konzerns überführt E-Autos von der Agentur wieder in den klassischen Händlervertrieb. Die Vergütung für den Verkauf der Fahrzeuge wird – in Abstimmung mit dem Handel – geringer sein als die für Verbrenner, erläutert Volkswagen-Deutschland-Chef Achim Schaible. Den E-Absatz will der Hersteller in diesem Jahr mit diversen Aktionen anschieben.
Redaktion: Herr Schaible, die E-Auto-Agentur bei Volkswagen ist ab 2026 Geschichte. Wie hat der Handel auf diese Entscheidung reagiert?
Achim Schaible: Unsere Wahrnehmung ist, dass der Handel die Entscheidung grundsätzlich positiv bewertet. Wir haben den Händlerverband frühzeitig in unsere Überlegungen zur Reintegration des E-Auto Verkaufs in das Eigenhandelsgeschäft in Deutschland einbezogen. Zur Einordnung möchte ich festhalten: Wir haben mit dem Handel 2020 gemeinsam die strategische Weichenstellung getroffen und das Agentursystem für unsere vollelektrischen Modelle eingeführt. In dieser Hinsicht waren wir Vorreiter und Impulsgeber in und für die Branche. Damals herrschten allerdings andere Rahmenbedingungen. Diese haben sich verändert, und der Markt hat sich anders entwickelt als zum damaligen Zeitpunkt prognostiziert. Mit der veränderten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und der verlangsamten Transformation mussten wir feststellen, dass zwei parallele Vertriebssysteme zu komplex und ineffizient wurden. In enger Abstimmung mit unseren Handelspartnern haben wir uns daher gemeinsam für diesen Schritt entschieden.
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