CO2-Grenzwerte Volkswagen drohen 1,5 Milliarden Euro Strafe

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die angedrohten Strafzahlungen für die Autobauer wegen zu hoher CO2-Emissionen werden konkret. Nun hat Volkswagen die finanzielle Belastung beziffert – und überrascht mit der Höhe.

VW rechnet mit rund 1,5 Milliarden Euro CO2-Strafen für das laufende Jahr.(Bild:  Rehberg/VCG)
VW rechnet mit rund 1,5 Milliarden Euro CO2-Strafen für das laufende Jahr.
(Bild: Rehberg/VCG)

Der schleppende Verkauf von Elektroautos brockt dem Volkswagen-Konzern dieses Jahr womöglich eine Strafe in Milliardenhöhe ein. Das Management bezifferte die möglichen Kosten für ein Verfehlen der Brüsseler CO2-Flottengrenzwerte für Neuwagen nach derzeitigem Stand auf 1,5 Milliarden Euro. Die Aussagen fielen in einem Austausch mit Analysten am Vorabend, wie ein Konzernsprecher am Donnerstag bestätigte.

Vereinzelt hatte es im Lauf des vergangenen Jahres noch deutlich höhere Schätzungen gegeben. Die Aussagen der Konzernführung wurden von Analysten positiv aufgenommen. Sie deuten möglicherweise auf die Hoffnung hin, die Elektromobilität im Jahresverlauf ankurbeln zu können.

Nach derzeitiger Lage müssen Autobauer in der EU in diesem Jahr verschärfte Emissionsgrenzen für das klimaschädliche Kohlendioxid einhalten – liegen die CO2-Abgase im Schnitt der neu verkauften Fahrzeuge zu hoch, werden Strafzahlungen fällig. Angesichts der aktuell schwierigen Lage der deutschen und europäischen Automobilindustrie mit Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Wertschöpfung fordern viele Politiker derzeit ohnehin, diesen Mechanismus auszusetzen und die Anbieter mit Strafzahlungen nicht noch stärker unter Druck zu setzen.

Mögliche Gegenmaßnahmen

Autobauer haben einige Möglichkeiten, die Strafen zu begrenzen. Sie können zum einen versuchen, den Verkauf von Elektroautos oder Hybridantrieben deutlich anzukurbeln. Zum anderen können auch effizientere Verbrennungsmotoren den Spritverbrauch und damit den CO2-Ausstoß senken.

Außerdem können die Hersteller sogenannte Pools mit anderen Autobauern bei der EU anmelden und würden dann als ein gemeinsamer Anbieter gewertet. So können stark auf Verbrenner ausgerichtete Hersteller mit der Hereinnahme von Elektroautospezialisten ihre Flottenabgaswerte senken.

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