Die einzelnen Marken des Wolfsburger Autokonzerns entwickeln sich höchst unterschiedlich. Audi fährt weiter im Krisenmodus, bei Skoda glänzen die Bilanzen. Aber auch VW Pkw ist gar nicht schlecht unterwegs.
Der Volkswagenkonzern hat sich im Neuwagen-Rennen im ersten Halbjahr 2025 gut geschlagen. Nur die Premiumtöchter Audi und Porsche schwächeln weiterhin.
(Bild: Rehberg – VCG)
Der Volkswagenkonzern stemmt sich gegen die schwierige Autokonjunktur. Im ersten Halbjahr lieferte der Konzern weltweit 4,4 Millionen Autos aus – das waren 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie VW mitteilt. Vor allem ein Boom bei den Elektroautoverkäufen, die konzernweit um 47 Prozent auf 465.500 zulegten, sicherten den Wolfsburgern das Plus. Überdurchschnittlich in der Kernfamilie entwickelte sich die Kernmarke VW Pkw, während die Premiumtöchter Audi und Poorsche einen Rückgang ihrer weltweiten Absätze hinnehmen mussten.
In China verlor Volkswagen auf Konzernebene im ersten Halbjahr zwar um 2,3 Prozent auf 1,31 Millionen Auslieferungen, der Trend ist dort allerdings positiv, denn im zweiten Quartal konnte der Konzern dort ein leichtes Plus um 2,8 Prozent erreichen. Im hart umkämpften Elektroauto-Markt China hatte der Konzern inmitten der Rabattschlacht lokaler Hersteller den Fokus laut einem Sprecher auf die Verbrennermodelle gelegt. Obwohl es bei den E-Autos in der Volksrepublik im zweiten Quartal um fast ein Drittel bergab ging, konnte VW so insgesamt die Verkäufe steigern.
Elektroboom in Europa
In Europa verkaufte der Konzern etwas mehr Autos. Das lag vor allem daran, dass der Absatz der reinen Stromer dort massiv zulegte. Im ersten Halbjahr steht hier ein Plus von 89 Prozent auf 347.000 Autos. Zudem ziehen die Bestellungen der Elektroautos in Westeuropa deutlich an. Auch im Heimatmarkt Deutschland hat der Konzern seine Elektroautoneuzulassungen im ersten Halbjahr kräftig gesteigert und dominiert dort inzwischen unangefochten.
In den USA half ein Anstieg bei den Elektroautos um fast ein Viertel, er konnte den Rückgang der Auslieferungen insgesamt in Nordamerika aber nur dämpfen. Sie sanken um knapp 7 Prozent auf 462.000 im ersten Halbjahr.
Skoda strahlt, Audi verglüht
Die Kernmarke VW Pkw kam im ersten Halbjahr auf ein Plus von insgesamt 4,5 Prozent und lieferte 2,3 Millionen Autos aus. Auch hier stiegen die BEV-Verkäufe überproportional, wenn auch mit gut 14 Prozent bei weitem nicht so stark wie bei den Töchtern Skoda und Seat/Cupra, die jeweils mehr als eine Verdoppelung erreichten. Skoda schnitt von allen Konzernmarken am besten ab und konnte fast 14 Prozent auf 509.000 Autos zulegen.
Damit rückt ein Absatz der Tschechen von einer Million Autos im Gesamtjahr in Reichweite, der zuletzt im Jahr 2020 erreicht worden war. Die Bestmarke von Skoda liegt bei rund 1,25 Millionen Einheiten, als allein 350.000 Einheiten in China verkauft wurden – davon ist kaum mehr etwas übrig.
Bei Audi sieht es hingegen weiter mau aus, die Ingolstädter verzeichneten ein Minus von 5,9 Prozent auf 783.531 Autos. Immerhin: Bei den reinen Elektroautos (BEVs) ging es auch hier kräftig bergauf: 101.381 Auslieferungen sind ein Plus von 32 Prozent. „Der positive Trend bei den BEV-Auslieferungen und Auftragseingängen zeigt deutlich, wie gut unser neues BEV-Portfolio bei unseren Kundinnen und Kunden ankommt. Zum Jahresende werden wir das jüngste Portfolio im Premiumwettbewerb haben“, betont Vertriebschef Marco Schubert.
Im wichtigsten Markt China büßte Audi dagegen gut 10 Prozent ein und konnte noch knapp 288.000 Autos absetzen. Hier sanken die Elektroautozahlen sogar überdurchschnittlich stark um fast ein Viertel. Auf dem größten Elektroautomarkt der Welt konnte Audi nicht einmal 8.000 Autos ausliefern. Die Ingolstädter verweisen auf eine «weiter sehr intensive Wettbewerbssituation vor Ort» und hoffen auf die Wirkung neuer Produkte im zweiten Halbjahr.
In Nordamerika – ohne Mexiko – ging es um 9 Prozent auf knapp 99.000 Autos nach unten. Hier sanken die Elektroautoauslieferungen zwar ebenfalls, allerdings etwas langsamer. Die aktuelle Modelloffensive werde dort erst sukzessive wirksam, hieß es dazu von Audi.
Die Konkurrenz von Mercedes-Benz steht allerdings nicht besser da. Die Stuttgarter haben für das erste Halbjahr – inklusive Vans – einen Rückgang von acht Prozent auf 1,08 Millionen Autos gemeldet. Auch sie litt unter einem schwachen China-Geschäft. BMW hat noch keine Zahlen vorgelegt.
Porsche verliert ebenfalls
Die Sportwagentochter Porsche hatte bereits gestern ihre Halbjahreszahlen vorgelegt – die ebenfalls um 6 Prozent rückläufig waren. Ein Kernproblem bleibt für Porsche das China-Geschäft. Von Januar bis Juni wurden weltweit rund 146.400 Sport- und Geländewagen ausgeliefert. Damit setzt sich der Abwärtstrend des Vorjahres ungebremst fort.
In China wurden in den ersten sechs Monaten gut 21.300 Wagen ausgeliefert – und damit 28 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Mit 43.577 Auslieferungen lief es in Nordamerika besser . Der Anstieg lag den Angaben nach vor allem daran, dass mehr Autos im Handel verfügbar waren als im Vorjahr. 23,5 Prozent der verkauften Porsche-Fahrzeuge waren reine Stromer, wobei der vollelektrische Macan die Elektrifizierungsquote nach oben treibt.
Stand: 08.12.2025
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