Neue Struktur VW mit neuem, verkleinertem Gruppenvorstand

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Volkswagen verschlankt die Organisation seiner Volumenmarken und will damit bis 2030 eine Milliarde Euro in der Produktion einsparen. Die Zahl der Vorstandsposten sinkt um rund ein Drittel.

Thomas Schäfer, Vorstand der VW Pkw-Marken, hat den Vorstand der Volumenmarken umgebaut.(Bild:  Volkswagen AG)
Thomas Schäfer, Vorstand der VW Pkw-Marken, hat den Vorstand der Volumenmarken umgebaut.
(Bild: Volkswagen AG)

Der Volkswagen-Konzern führt die Zentralbereiche Produktion, Technische Entwicklung und Beschaffung der Volumenmarken Volkswagen Pkw, Skoda, Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge in einem gemeinsamen markenübergreifenden Gruppenvorstand zusammen. Das neue Steuerungsmodell senke die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder in der Markengruppe um etwa ein Drittel, teilte das Unternehmen am Mittwoch (21. Januar) in Wolfsburg mit. Mittelfristig würden die Managementstrukturen weiter verschlankt.

Die einzelnen Marken werden künftig von jeweils nur noch vier regulären Vorständen geführt: CEO, Finanzvorstand, Personalvorstand und Vertriebsvorstand. Die Neuordnung führe allein im Produktionsbereich zu Einsparmöglichkeiten von zusammengenommen einer Milliarde Euro bis 2030, wie VW nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

Schnellere Entscheidungen, höhere Effizienz

Ein Vorstand führt künftig die Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Skoda und Seat/Cupra. Daneben gibt es je einen Vorstand für Finanzen, Beschaffung, Produktion und Technische Entwicklung der Volumenmarken des Konzerns.(Bild:  Volkswagen AG)
Ein Vorstand führt künftig die Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Skoda und Seat/Cupra. Daneben gibt es je einen Vorstand für Finanzen, Beschaffung, Produktion und Technische Entwicklung der Volumenmarken des Konzerns.
(Bild: Volkswagen AG)

„Der neue Markengruppenvorstand bringt mehr Schnelligkeit und Steuerung im Sinne des markenübergreifenden Optimums“, sagte VW-Pkw-Chef Thomas Schäfer, der auch die gesamte Massenmarkengruppe leitet. „Die neue Governance reduziert Kosten und Strukturen – und erhöht gleichzeitig unser Effizienzniveau.“

Durch das neue Steuerungsmodell sollen bestehende Synergie- und Skaleneffekte konsequenter genutzt und damit markenübergreifende Kostenvorteile erzielt werden. Es erfolge eine schnellere Umsetzung operativer Themen innerhalb der Brand Group Core, während auf Konzernebene strategische Synergiefelder wie Software und Batterie fokussiert würden, so VW.

Regionale Produktionscluster

Im Produktionsbereich zeichnet sich das neue Modell laut VW durch schlankere Abläufe in den über 20 global produzierenden Werken der Markengruppe aus, die künftig in fünf Produktionsregionen organisiert sind. Die Regionsleiter übernehmen marken- und länderübergreifende Planungs-, Steuerungs- und Logistikverantwortung. Der Auftakt sei auf der Iberischen Halbinsel gemacht worden, wo die Produktionswerke zu einem markenübergreifenden Cluster zusammengefasst wurden.

Das neue Steuerungsmodell startet laut dpa in diesem Januar und soll bis zum Sommer vollständig umgesetzt sein.

Europas größter Autobauer hatte den Umbau seiner Massenmarken unter anderem mit einem großen Sparprogramm bei der chronisch renditeschwachen Kernmarke VW lanciert. Als Teil der Bestrebungen von Konzernchef Oliver Blume werden in Deutschland bei VW 35.000 Arbeitsplätze bis 2030 abgebaut.

Mit Material von dpa

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