Volkswagen-Rückruf: Verarbeitung der Sitzlehne
Bei 2016 gebauten VW Tiguan und Audi A4 muss eine Schweißverbindung an der vorderen Sitzlehne überprüft werden. Bei Audi gibt es zudem noch eine Serviceaktion für die Klimaanlage zu vermelden.

Zum Jahreswechsel haben Wolfsburg als auch Ingolstadt jeweils eine Servicemaßnahme für den Tiguan beziehungsweise den A4 gestartet. Laut Kraftfahrt-Bundesamt geht es um 2016 gebaute Fahrzeuge, bei denen eine nicht korrekt ausgeführte Schweißverbindung an der vorderen Sitzlehne im Falle eines Heckaufpralls zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führen kann.
Im Rahmen der Aktion „72F9“ (VW) beziehungsweise „72G1“ (Audi) kontrollieren die Vertragspartner nach Informationen von »kfz-betrieb« die Sitzlehne und tauschen sie aus. Für Konzernverhältnisse ist der Umfang des Rückrufs wohl überschaubar. Von VW kam auf Bitten nach Details jedoch keine Reaktion, Audi kann erst am Mittwoch Infos liefern.
Grundsätzlich nicht beantworten will der Audi-Sprecher Fragen zu Serviceaktionen wie zum Beispiel die Aktionsnummer „82B8“. Hier werden offenbar schon seit vergangenem Sommer verschiedene A4, A5 und Q5 der Modelljahre 2013 bis 2016 mit Luftzusatzheizung (PTC-Element) zu einem einstündigen Update für die Klimaanlage in die Betriebe einbestellt, wodurch die Heizleistung verbessert werden soll.
Für manche Audi-Besitzer ist es nicht das erste Software-Update für die Klimaanlage. Im Rahmen der Aktion „87F1“ wurde 2015 bereits dafür gesorgt, dass die Magnetkupplung am Klimakompressor sporadisch angesteuert wird. Dadurch soll verhindert werden, dass sich das Bauteil festsetzt, wenn die Klimaanlage über längere Zeit ausgeschaltet bleibt.
Unterdessen hat VW Details zum Tiguan-Rückruf veröffentlicht (19.1.2017): Es sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum vom 10.08.2016 bis 16.09.16 betroffen. Im Rahmen der Aktion werden bei circa 12.000 Tiguan-Fahrzeugen die Produktionsdaten der beiden vorderen Lehnengestelle überprüft. An circa 1.300 dieser Fahrzeuge müssen die Lehnengestelle tatsächlich ersetzt werden. Die Instandsetzung beziehungsweise Überprüfung des Fahrzeuges dauert je nach Reparaturumfang zwischen 30 Minuten und drei Stunden. Die betroffenen Fahrzeuge sind an einem Aktionsaufkleber im Bordbuch und im Fahrzeug im Bereich des Kofferraumes erkennbar.
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