Europapremiere Vollelektrischer Mazda 6e rollt im Sommer in den Handel

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Nach dem Aus des MX-30 schickt Mazda kein SUV neu in den Elektro-Ring, sondern eine rund 45.000 Euro teure Limousine. Beim Design kann der japanische Hersteller punkten, bei der Reichweite auch – doch es gibt auch zwei Haken.

Mazdas Elektrolimousine ist in Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Changan Automotive entstanden. (Bild:  Mazda)
Mazdas Elektrolimousine ist in Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Changan Automotive entstanden.
(Bild: Mazda)

Mazda hinkt in Sachen Elektromobilität noch mächtig hinter anderen Herstellern her. Das bislang einzige in Europa erhältliche elektrische Modell Mazda MX-30 wird als BEV-Variante nicht mehr produziert. Jetzt wagt der japanische Hersteller den mit Blick auf die drohenden CO2-Strafzahlungen dringend benötigten Neuanfang. Auf der Brüsseler Motorshow hat der neue Mazda 6e seine Europapremiere gefeiert. Die gut 4,9 Meter lange, fünftürige Limousine im eleganten Kodo-Design tritt in der Mittelklasse an und soll ab dem Sommer 2025 in zwei Ausstattungslinien mit je zwei Batteriegrößen erhältlich sein. Die Preise sollen bei rund 45.000 Euro starten. Produziert wird das Modell, das Mazda in Kooperation mit dem langjährigen chinesischen Kooperationspartner Changan Automotive entwickelt hat, in China.

Mazda 6e mit 68,8-kWh- und 80-kWh-Batterie erhältlich

Von riesigen Batterien hält der japanische Hersteller nach wie vor nicht viel: Das Einstiegsmodell Mazda 6e 258 ist mit einer 68,8-kWh-LFP-Batterie ausgerüstet und bietet eine Gesamtreichweite von 479 Kilometern. Mazda stellt dabei eine Ladeleistung bis zu 200 kW in Aussicht. Um die Batterie von 10 auf 80 Prozent aufzuladen, sind durchaus akzeptable 22 Minuten nötig. Der Elektromotor entwickelt eine maximale Leistung von 190 kW/258 PS und ein maximales Drehmoment von 320 Nm. Den kombinierten, im WLTP-Zyklus gemessenen Energieverbrauch gibt Mazda mit 16,6 kWh/100 km an.

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Beim Mazda 6e 245 Long Range hat der Hersteller eine 80-kWh-NMC-Batterie verbaut. Dadurch steigt die Gesamtreichweite auf 552 Kilometer. Bei ebenfalls 320 Nm Drehmoment produziert der Elektromotor eine Höchstleistung von 180 kW/245 PS. Eine Allradversion gibt es nicht, beide Modellvarianten sind heckangetrieben. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h braucht der Mazda 6e knapp acht Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt für beide Varianten bei 175 km/h, die zulässige gebremste Anhängelast gibt Mazda mit 1.500 Kilogramm an.

Doch bei der Long-Range-Variante gibt es auch einen Haken, denn an der Schnellladesäule ist deutlich mehr Geduld gefragt: Statt rund 22 Minuten benötigt der 6e Long Range satte 45 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden. Die maximale Ladeleistung beträgt statt 200 kW gerade einmal 95 kW. An AC-Säulen laden beide Varianten maximal 11 kW.

Das Cockpit des Mazda 6e ist auf den Fahrer ausgerichtet und umfasst einen anpassbaren 14,6-Zoll-Touchscreen, ein digitales 10,25 Zoll großes Kombiinstrument mit digitalen Instrumentenanzeigen sowie ein 50 Zoll großes Augmented-Reality-Head-up-Display, das wichtige Informationen wie Navigation und Geschwindigkeit direkt in das Blickfeld des Fahrers projiziert. Eine Sprach- und Gestensteuerung für verschiedene Funktionen steht ebenfalls zur Verfügung. Serienmäßig mit an Bord ist auch ein Soundsystem von Sony mit 14 Lautsprechern.

Edler Innenraum in zwei Ausstattungsvarianten

Zu den wichtigsten Features im edlen Innenraum, der mit hochwertigen Materialien ausgestattet ist, zählen ein Panorama-Glasdach und eine schwebende Mittelkonsole. Die Ausstattungsvariante Takumi ist wahlweise mit beigem oder schwarzem Kunstleder ausgestattet. Die Version Takumi Plus zeichnet sich durch Sitze mit hellbraunem Nappaleder und Velourskunstleder aus und bietet zusätzlich eine elektrisch bedienbare Sonnenblende für das Panoramaglasdach.

Auch wenn der Mazda 6e mit seinem Radstand von 2,9 Metern und dem Komfort, den er bietet, die perfekte Reiselimousine ist, gibt es auch hier einen Haken: Das Kofferraumvolumen ist mit 300 Litern sehr überschaubar. Dafür hat die Limousine einen Frunk mit 70 Litern Stauraum.

Zu den aktiven Sicherheitssystemen zählen unter anderem ein Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent, ein Front- und rückwärtiges Überwachungssystem, ein Abstands- und Geschwindigkeitswarner und ein Querverkehrswarner hinten. Neu ist eine Innenraumüberwachung, die die Rücksitze per Kamera im Blick hält und den Fahrer beim Aussteigen warnt, wenn sich beispielsweise noch ein Kind im Fond befindet.

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