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Ein weiteres Sparfeature ist die so genannte regenerative Batterieladung. Eine elektronische Steuerung lässt den Generator nur dann Strom erzeugen, wenn das Fahrzeug ohne Last rollt oder der Fahrer bremst. In Beschleunigungsphasen dagegen bleibt die „Lichtmaschine“ inaktiv – solange es der Ladezustand der Batterie zulässt.
Der physikalische Hintergrund ist folgender: Wenn ein Generator Strom erzeugt, dann entsteht eine Kraft, die der eingebrachten Antriebskraft entgegenwirkt. Der Generator bremst den Motor also ab. Weil der Volvo aber nur in Schubphasen Strom erzeugt, fällt dieser Verlust weg und damit angeblich zwei bis drei Prozent Kraftstoffverbrauch.
Große Autos, kleiner Hubraum
Volvo hat den Mut, den eigentlich für die Kompaktklasse entwickelten 1,6-Liter-Turbodiesel mit 109 PS selbst in der oberen Mittelklasse einzusetzen, in den Modellen V70 und S80. Dort mag er zwar nicht mehr für Bestwerte in den Fahrleistungen gut sein, wohl allerdings für einen geringen Verbrauch. Die Schweden versprechen bis zu 18 Prozent Vorteil gegenüber dem Zweiliter-Diesel. Beide Modelle sollen nur 4,9 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen und 129 Gramm CO2 pro Kilometer produzieren.
Sie besitzen denselben Antriebsstrang der kleineren Modelle, allerdings ist dieser mit einer speziell abgestimmten Motorsteuerungssoftware und geänderten Getriebeübersetzungen im dritten, vierten und fünften Gang kombiniert. Erhältlich ist die grüne Sparvariante des V70 ab 30.300 Euro. Für die Basisversion des Volvo S80 Drive müssen die Käufer 32.500 Euro hinblättern.
SUV ohne Suff
Nur sechs Liter Diesel auf 100 Kilometern sollen die beiden Drive-Versionen der Volvo-SUV XC 60 und XC70 verbrauchen. Sie besitzen den neuen 2,4-Liter-Diesel des Unternehmens, allerdings in einer auf 175 PS gedrosselten Version.
Der Allradantrieb fiel den Sparbemühungen der Ingenieure ebenfalls zum Opfer, doch für den hauptsächlichen Einsatzzweck der beiden familientauglichen Crossover wird der Frontantrieb zweifellos ausreichen.
Bei diesen Verbrauchswerten wird es Volvo schwer haben, die Käufer von der Sinnhaftigkeit der Flexifuel- und Multifuel-Varianten zu überzeugen. Insgesamt bietet der Hersteller fünf Baureihen (den Volvo C30, den Volvo S40, den Volvo V50, den Volvo V70 und den Volvo S80) als Flexifuel-Variante an. Der Volvo C30 Flexifuel mit einem 125-PS-starkem 1,8-Liter-Vierzylindertriebwerk beispielsweise verbraucht mit 7,3 Liter pro 100 Kilometern genausoviel wie die Variante, die nicht für den Betrieb mit Bioethanol ausgelegt ist.
Fünf Modelle, nämlich der Volvo C30 1,8 F, der Volvo S40 1,8 F, der Volvo V50 1,8 F, der Volvo V70 2,0 F und der Volvo V70 2,5 FT können zu Multifuel-Fahrzeugen ausgerüstet werden – mit einer zusätzlichen Gasanlage versehen lassen sie sich wahlweise mit Benzin, Bio-Ethanol oder Flüssiggas betreiben.
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