Volvo übernimmt Haustuner Polestar

Autor / Redakteur: SP-X / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Die deutschen Premiumhersteller machen es mit ihren Tuning-Divisionen vor, jetzt zieht Volvo nach. Der schwedische Tuner Polestar gehört jetzt zu 100 Prozent dem Hersteller.

Polestar hat Erfahrung, Volvo-Modelle für Rennserien fit zu tunen.
Polestar hat Erfahrung, Volvo-Modelle für Rennserien fit zu tunen.
(Foto: Polestar)

Volvo hat den Haustuner Polestar zu 100 Prozent übernommen. Damit ziehen die Schweden mit der deutschen Premiumkonkurrenz gleich, die ebenfalls ihre Veredelungsabteilungen unter dem Konzerndach haben: Mercedes hat AMG, BMW die M-GmbH und Audi die Quattro-Abteilung.

Die Verbindung zwischen dem schwedischen Autobauer und Polestar hat Tradition. Seit 1996 kooperieren Volvo und der Tuner, der ebenfalls im schwedischen Göteborg beheimatet ist. Künftig sollen die Volvo-Sportmodelle unter dem Label Polestar aufgelegt werden.

Die Zusammenarbeit der beiden Firmen hatte ihren Ursprung im Motorsport, später entwickelte Polestar für den schwedischen Autobauer auch Modelle mit Straßenzulassung. Neben aerodynamischen Anbauteilen bietet der Tuner auch Leistungsspritzen durch spezielle Optimierungs-Software an. Von Letzterem profitiert Volvo besonders bei älteren Modellen. Gemeinsam mit Polestar will Volvo zudem die Plug-in-Hybrid-Technik vorantreiben, der nun hauseigene Tuner freut sich auf die Entwicklung von Volvo-Rennwagen.

Rund 750 Polestar-Versionen der Mittelklasse-Limousine S60 und des Kombi-Pendants V60 will Volvo in diesem Jahr absetzen. Die Verkaufszahlen sollen mittelfristig auf 1.000 bis 1.500 Einheiten im Jahr steigen. Alle Polestar-Mitarbeiter werden von Volvo übernommen.

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