Fünf-Jahres-Analyse
Von 6 auf 14 Tage: Vorlaufzeiten haben sich seit 2020 mehr als verdoppelt
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Die Vorlaufzeiten für einen Werkstatttermin haben sich binnen fünf Jahren rasant nach oben entwickelt. Und sie reagieren ab einem bestimmten Auslastungsgrad sehr sensibel. Das zeigt eine exklusive Analyse von BIX-Daten der vergangenen fünf Jahre. Für 2025 deutet sich eine Entspannung der Situation an – jedoch nur bei einem Teil der Branche.
Der Branchenindex im Juli zeigte einen neuen Rekordwert: 16,4 Tage mussten Kunden einer freien Werkstatt auf einen Termin warten. Auch in den Vertragswerkstätten waren die Vorlaufzeiten mit 15,2 Tagen lang – wenngleich auch ohne neues Allzeithoch. Trotzdem: Im Fünf-Jahres-Rückblick zeigt sich bei beiden Befragungsgruppen eine erhebliche Verlängerung der Vorlaufzeiten. Die haben sich seit 2020 nämlich mehr als verdoppelt. Das geht aus einer detaillierten Auswertung der Daten des Branchenindex (BIX) hervor. Für das Branchenbarometer befragt »kfz-betrieb« gemeinsam mit der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) und der BBE Automotive monatlich 100 Vertragspartner und 100 freie Werkstätten zu ihrer konjunkturellen Entwicklung, aber auch die Werkstattauslastung und die Vorlaufzeiten für einen Termin werden abgefragt.
Und der lag bei den Freien im Jahr 2020 im Schnitt noch bei 6,23 Tagen, kletterte über 13,31 Tage (2024) auf aktuell 13,49 Tage (Januar bis Juli 2025). Das entspricht einem Gesamtplus von 117 Prozent. Die jährlichen Zuwächse begannen 2021. Damals stiegen die Wartezeiten um 0,85 Tage, gefolgt von moderaten Anstiegen 2022 (+0,38 Tage) und einem großen Sprung 2023 (+4,11 Tage). 2024 verlangsamte sich das Tempo (+1,74 Tage) wieder etwas.
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