Jubiläum
Vor 50 Jahren: Röhrl und Opel werden Rallye-Europameister
Anbieter zum Thema
Mit 120 von 120 möglichen Punkten holen Walter Röhrl und Jochen Berger vor einem halben Jahrhundert den Titel in der Rallye-Europameisterschaft. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem noch sage und schreibe drei Wertungsläufe ausstanden.
„Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“, wie man so schön sagt. Wobei man es wohl eher eine Arbeitsbeziehung nenne könnte, aber eine überaus fruchtbare und erfolgreiche. Schließlich begeisterten sie in den Siebziger- und Achtzigerjahren, die Opel-Rallyewagen von einst und deren Fahrer. Zwei Namen sind dabei untrennbar mit den damaligen Rallye-Erfolgen verbunden: der Opel Ascona und Walter Röhrl, der junge, aufstrebende Rallye-Pilot, der sich schließlich zum Besten seiner Zunft entwickeln sollte. Den ersten großen Titel holte der Ausnahmefahrer vor genau 50 Jahren: Gemeinsam mit seinem Copiloten Jochen Berger fuhr er am 13. Oktober 1974 die Rallye-Europameisterschaft ein – und das mit der maximal erreichbaren Punktzahl von 120 Zählern.
In Rekordzeit: Vom Nachwuchstalent zum Rallye-Ass
1947 in Regensburg geboren, steht für Walter Röhrl früh der Sport im Mittelpunkt: Fußball, Rudern, Skifahren – und schließlich Motorsport. Dabei entscheidet sich der junge Bayer nach eigener Aussage bewusst für „Rallye statt Rundstrecke“. Eine goldrichtige Entscheidung, wie die Zukunft beweisen wird. Sein Durchbruch, der ihn vom „Niemand“ (wie er selbst einmal sagte) zum Überraschungskandidaten im Rallye-Zirkus macht, erfolgt 1972. Röhrl spielt eine dominierende Rolle bei der Polen-Rallye, der Rallye Baltic und der Olympia-Rallye. Ab 1973 fährt der damals 26-Jährige dann für Opel. An seiner Seite sitzt Jochen Berger, der ihm fortan das sogenannte „Gebetbuch“, die Streckenanweisungen für den Fahrer, vorliest und damit maßgeblichen Anteil an den kommenden Erfolgen haben soll.
-
4 Wochen kostenlos testen
-
Danach 17,90 € / Monat
-
Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen