Auto Union

Vor 90 Jahren: Kampf der Ringe

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Die Auto Union AG, Chemnitz

Am 29. Juni 1932 schlossen sich auf Initiative der Sächsischen Staatsbank die Audiwerke, die Horchwerke und die Zschopauer Motorenwerke/DKW zur Auto Union AG zusammen. Nur so konnten alle Firmen zusammen ihr Überleben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sichern. Gleichzeitig wurde mit den Wanderer Werken ein Kauf- und Pachtvertrag zur Übernahme der Wanderer Automobilabteilung abgeschlossen. Sitz des neuen Konzerns wurde Chemnitz. Die Auto Union AG war mit ihrer Gründung der zweitgrößte Kraftfahrzeugkonzern in Deutschland. Das Firmensignet zeigte vier ineinander verschlungene Ringe, die die unauflösbare Einheit der vier Gründerfirmen symbolisieren sollten. Die Markenbezeichnungen Audi, DKW, Horch und Wanderer wurden beibehalten. Jeder der vier Marken wurde innerhalb des Konzerns ein bestimmtes Marktsegment zugeordnet: DKW: Motorräder und Kleinwagen; Wanderer: Automobile der Mittelklasse; Audi: Automobile im gehobenen Mittelklassesegment; Horch: Luxusautomobile der Oberklasse.

Die Auto Union GmbH, Ingolstadt

1945, nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, wurde die in der Sowjetischen Besatzungszone gelegene Auto Union AG enteignet und die Werke demontiert. Führende Mitarbeiter des Unternehmens gingen daraufhin nach Bayern, wo am 3. September 1949 in Ingolstadt mit der Auto Union GmbH eine neue Gesellschaft gegründet wurde, die die Kraftfahrzeugtradition der Vier Ringe fortführte. Zunächst waren es die bewährten DKW Produkte mit Zweitaktmotoren (Motorräder, Personenwagen und Kleintransporter), die im Zeichen der Vier Ringe wieder gebaut wurden.

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1965 erschien ein neues Modell der Auto Union auf dem Markt, erstmals nach dem Krieg mit einem Viertaktmotor. Eine neue Ära begann und diese verlangte nach einer neuen Produktbezeichnung: der traditionsreiche Name Audi erlebte seine Wiederauferstehung. Wenig später verließen die letzten Zweitakt-DKWs die Produktionsbänder in Ingolstadt. Fortan wurden dort unter der Markenbezeichnung „Audi“ die neuen Modelle mit Viertaktmotor gebaut. Aber auch in anderer Hinsicht begann eine neue Ära. Seit 1965 gehört das Ingolstädter Unternehmen zum Volkswagen-Konzern.

NSU

Die Firma NSU ist 1873 in Riedlingen an der Donau von den beiden schwäbischen Mechanikern Christian Schmidt und Heinrich Stoll gegründet worden. Das Unternehmen siedelte sieben Jahre später nach Neckarsulm über. Gefertigt wurden in den ersten 20 Jahren Strickmaschinen. 1886 wurde die Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik um eine Fahrradbauabteilung erweitert. Das Zweirad sollte von da an die Geschicke des Unternehmens bestimmen. 1901 begann bei NSU die Motorradproduktion, fünf Jahre später der Automobilbau. Die Herstellung von Personenwagen wurde jedoch 1929 zunächst wieder aufgegeben, um sich ganz der Zweiradproduktion zu widmen. Drei Jahrzehnte später nahm man 1958 den Automobilbau in Neckarsulm wieder auf. Am 10. März 1969 kam es zur Fusion der Auto Union GmbH, Ingolstadt mit der NSU Motorenwerke AG, Neckarsulm. Rückwirkend zum 1. Januar war die neue Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm entstanden.

Audi AG

Im März 1977 rollte der letzte NSU vom Band, fortan wurden nur noch Automobile der Marke Audi produziert. Es wurden Überlegungen angestellt, den „unhandlichen“ Firmennamen Audi NSU Auto Union AG griffiger zu gestalten. Das Unternehmen und seine Produkte sollten den gleichen Namen tragen. 1985 war es soweit: Aus der Audi NSU Auto Union AG wurde die Audi AG. Zeitgleich mit der Umbenennung des Unternehmens erfolgte die Verlegung des Gesellschaftssitzes von Neckarsulm nach Ingolstadt.

Wer mehr über die Geschichte der Marke(n) mit den vier Ringen erfahren möchte, dem bieten sich allen voran zwei Möglichkeiten: Zum einen das August Horch Museum in Zwickau (www.horch-museum.de/), zum anderen auch das Ingolstädter Audi museum mobile. Dort ist noch bis 24. September die Sonderausstellung „Der fünfte Ring“ zu sehen – sie erzählt die Geschichte von NSU, der ältesten Vorgängermarke der heutigen Audi AG. Wer bequem von zu Hause oder von unterwegs aus das Audi museum mobile besuchen will, kann dies jederzeit über die Audi Tradition App tun; sie ist über alle gängigen App-Stores für iOS- und Android-Smartphones downloadbar..

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