VW Amarok: Zwischen Lifestyle und Laderampe
Besser spät als nie: Nach diesem Motto bringt die Nutzfahrzeugsparte von VW jetzt ihren ersten ausgewachsenen Pick-up an den Start. Der Amarok geht in Europa ab Sommer 2010 auf Kundenfang.
Besser spät als nie: Nach diesem Motto bringt die Nutzfahrzeugsparte von VW jetzt ihren ersten ausgewachsenen Pick-up an den Start: den Amarok.
Zwar zählen die Pritschenwagen bei uns zu den Exoten in der Zulassungsstatistik. Doch weltweit werden in dieser Kategorie über zwei Millionen Fahrzeuge im Jahr verkauft. Kein Wunder also, dass sich VW von diesem Kuchen ein gutes Stück abschneiden will und selbst bei zurückhaltender Planung mit mindestens 100.000 Autos pro Jahr rechnet, die vor den Toren der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires produziert werden.
Beginnen soll die Aufholjagd schon in wenigen Wochen in Südamerika. Gartenbauer und Großstadt-Cowboys in Europa müssen noch bis zum Sommer auf die Markteinführung warten.
Hartgesottenes Arbeitstier
Wie alle Pick-ups ist auch der Amarok als hartgesottenes Arbeitstier gedacht und deshalb nach alter Väter Sitte konstruiert: Die Karosserie ruht auf einem schier unverwüstlichen Leiterrahmen, hinten läuft der Lademeister auf einer Starrachse mit Blattfedern. „Denn nichts in diesem Segment ist wichtiger als die absolute Zuverlässigkeit“, sagt Markenvorstand Wolfgang Schreiber, „so ein Auto muss einfach immer und überall funktionieren.“
Deshalb lief die Entwicklung des Amarok auch unter dem Projektnamen „Robust Pick-up“, deshalb haben die Niedersachsen ihre fünfte Baureihe in den letzten fünf Jahren auf über acht Millionen Kilometern in aller Herren Länder getestet, und deshalb hat der Wagen seine Feuertaufe nicht auf irgendeiner Messe, sondern bei der Rallye Dakar bestanden: „Schließlich ist das ist härteste Rallye der Welt.“
Der größte und der sicherste Pick-Up
Zwar ist der Amarok gebaut wie alle anderen Pick-Ups. Doch wer als letztes kommt, darf die Konkurrenz nicht einfach nur kopieren, sagt Schreiber: „Wenn wir schon ein neues Auto bringen, dann wollen wir auch neue Maßstäbe setzen.“ Das gelingt dem Amarok gleich in mehreren Disziplinen: So ist der Wagen mit 5,25 Metern der längste in seiner Liga und hat die größte Ladekapazität. Immerhin kann man die Euro-Palette nun auf der 1,55 Meter langen und 1,62 Meter breiten Pritsche sogar quer stapeln.
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