VW-Austauschteile senken Reparaturkosten

Redakteur: Norbert Rubbel

Volkswagen bereitet in Kassel pro Jahr 42.000 Austauschmotoren auf. Mit diesen Teilen können die Werkstätten preissensiblen Kunden Angebote für die zeitwertgerechte Reparatur machen.

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Austauschteile kommen gegenüber neuen Ersatzteilen wie Motoren und Getrieben bis zu 50 Prozent günstiger. Gleichzeitig sei gegenüber Neuteilen kein Qualitätsverlust zu befürchten, erläuterte Michael Scholtyssek, Leiter Vertrieb Original Teile bei der Volkswagen AG, vor Journalisten im VW-Werk Kassel-Baunatal. Damit seien die Austauschteile nicht zuletzt für die Werkstätten interessant, die ihren preisbewussten Kunden zeitwertgerechte Reparaturen anbieten, so Scholtyssek weiter. Allein 30 Prozent der industriell aufbereiteten Teile liefere Volkswagen an Freie Werkstätten.

Von neuen Teilen differenzierten sich die Austauschteile der Volkswagen AG nur durch eine modifizierte Teilenummer und ihren Namen. Sie firmieren unter der Bezeichnung „Original Austausch Teil“. Dagegen würden die Qualität, der Garantieumfang und die Eigenschaften dem Niveau eines Neuteils entsprechen, sagte der Vertriebsleiter.

Rund 42.000 Austauschmotoren pro Jahr

In Kassel verarbeitet Volkswagen auf einer Hallenfläche von rund 44.000 Quadratmetern ausgediente Motorenteile zu den „Original Austausch Teilen“. Pro Jahr verlassen rund 42.000 neuwertige Aggregate die Bänder. Hinzu kommen noch etwa 51.000 Zylinderköpfe. Angefangen hatte es vor rund drei Jahren, als der Konzern eine ehemalige Kühlschrankfabrik für die Motorenaufbereitung umrüstete.

Neben dem Preisvorteil sieht Scholtyssek die Teileaufbereitung auch als Gewinn für die Umwelt. Von 1947 bis 2009 verkaufte Volkswagen rund 7,8 Millionen Austauschmotoren und 2,5 Millionen -getriebe. „Allein durch die Motorenaufbereitung wurden bislang 595.000 Tonnen CO2 eingespart. Damit könnten ein Jahr lang weit über 500.000 Polo Blue-Motion CO2-neutral gefahren werden.“

Jeder wieder aufbereitete Motor führe zudem zu einer Ressourcenschonung bei Stahl und Aluminium. „Der bisher eingesparte Stahl würde ausreichen, um Paris mit 50 weiteren Eiffeltürmen zu versorgen“, resümierte der Vertriebsleiter für Originalteile.

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