VW Caddy Alltrack: Der Lifestyle-Kasten

Autor Udo Schwickal

Der klassische Caddy ist bereits in der vierten Generation erfolgreich im Firmeneinsatz unterwegs. Jetzt will VW mit dem „Alltrack“ auch Selbstfahrer und Selbstständige von dem Modell begeistern.

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Der VW Caddy Alltrack macht auch im Gelände seinem Namen alle Ehre.
Der VW Caddy Alltrack macht auch im Gelände seinem Namen alle Ehre.
(Foto: Schwickal)

Der neue Caddy Alltrack soll mehr sein als ein praktisches Nutzfahrzeug. In den Nachfolger des vor drei Jahren eingeführten Cross Caddy steigt man aus Sicht der VW-Strategen nicht nur ein, um zur Arbeit oder auf die Baustelle zu fahren. Der Fahrer soll sich vielmehr mit seinem Wagen von anderen Nutzfahrzeugfahrern abheben können. Besonders die Allradversion des Alltrack verschafft dem Käufer dabei nicht nur ein Offroad-Feeling, sondern bietet ihm auch die reale Möglichkeit, Ausflüge ins Gelände erfolgreich zu absolvieren.

Seit der Einführung des Caddy im Jahr 2003 wurden weltweit über 1,7 Millionen Einheiten verkauft. 2015 waren es immerhin 132.900 Stück – aufgrund des Generationswechsels und der Abgas-Affäre allerdings 10,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Deutschland wurden nach Angaben von VW 38.300 Einheiten an Kunden ausgeliefert, für das laufende Jahr rechnet man mindestens mit der gleichen Stückzahl. Jedes zehnte Fahrzeug soll laut Vertriebsplanung in der gehobenen Alltrack-Variante gekauft werden. Als Zielgruppe hat Volkswagen Selbstfahrer und Selbstständige, die das Fahrzeug auch in ihrer Freizeit nutzen wollen, definiert.

VW Caddy Alltrack: Der Lifestyle-Kasten
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Das Segment der Pkw-Nutzfahrzeuge, im KBA als Utilities ausgewiesen, wird klar von Volkswagen dominiert. 2015 wurden darin knapp 130.000 Fahrzeuge neu zugelassen. Darunter war jeder fünfte Wagen ein Caddy. Zusammen mit dem großen Bruder Transporter stammt jeder zweite Wagen bei den Utilities aus dem Hause Volkswagen. Die größten Wettbewerber sind der Ford Transit Tournee mit 12.913 Neuzulassungen (10%) und dem Citroen Berlingo mit 9.520 (7,2%) neu zugelassenen Fahrzeugen.

Der Caddy Alltrack ist als Kastenwagen oder als Pkw-Variante erhältlich. Damit sich das Modell vom herkömmlichen Caddy abhebt, wurde es mit Stilelementen aus der Offroad-Szene ausgestattet. Exklusive Ausstattungsmerkmale sind beispielsweise 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, schwarze Beplankungen der Radhäuser und Schweller sowie ein Design-Unterfahrschutz. Der optionale Allradantrieb, bei VW 4-Motion genannt, bringt den Alltrack-Fahrer zusammen mit dem serienmäßigen Schlechtwege-ABS des Caddy auch auf unbefestigten Straßen sicher voran.

Volkswagen hat Journalisten zum Test des Caddy Alltrack ganz selbstbewusst auf ein Fahrsicherheitsgelände eingeladen, das über einen umfangreichen Gelände-Parcours verfügt. Auf einer anspruchsvollen Neigungsstrecke konnte man den Wagen – aufgestellt im 45-Grad-Winkel – im Grenzbereich erfahren. Anschließend ging es über eine Sandpiste einen steilen Hügel rauf und runter. Besonders der Caddy 4-Motion konnte dabei überzeugen.

So verwundert es kaum, dass von den bislang 7.000 abgesetzten Cross Caddy 85 Prozent der Commercial- und 25 Prozent der Pkw-Variante mit Allrad-Antrieb verkauft wurden. Der Caddy Alltrack ist zudem das einzige Fahrzeug in seinem Segment, das ab Werk mit einem Allrad-Antrieb ausgeliefert wird.

Insgesamt acht Motoren sind im Caddy Alltrack verfügbar. Für Diesel-Freunde gibt es vier Varianten des zwei Liter großen Turbodiesels. Von 75 über 102 und 122 bis 150 PS reicht die Leistungsspanne der Selbstzünder. Dazu kommen noch drei Benziner und ein Caddy mit Erdgasbetrieb. Die Benziner verfügen über 1,0 (mit 102 PS), 1,2 (84 PS) und 1,4 Liter (125 PS) Hubraum. Der 1,4 Liter große Erdgasmotor stellt 110 PS bereit.

Die Preise des Caddy-Cross-Nachfolgers Alltrack beginnen in Deutschland bei 16.485 Euro netto für den Kastenwagen (19.617 Euro brutto) bzw. 20.470 Euro netto für den Pkw (24.359 Euro brutto) – jeweils mit dem 84 PS starken TSI-Einstiegsmotor.

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