VW-Dieselumrüstung: KBA erteilt weitere große Freigabe

Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Volkswagen hat endlich die noch ausstehende Freigabe für die 1,6-Liter-Motoren der Baureihe EA189 vom Kraftfahrt-Bundesamt erhalten.

(Foto: gemeinfrei)

Volkswagen kann die Umrüstung weiterer von der Abgas-Affäre betroffener Fahrzeuge angehen. Für 2,6 Millionen Diesel-Fahrzeuge hat der Konzern die Freigabe vom zuständigen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erhalten, wie VW am Freitag mitteilte. Konkret geht es um Diesel-Aggregate mit 1,6 Litern Hubraum aus der Baureihe EA189 – diese Genehmigung stand bislang noch aus.

Beim EA189 ist ein Softwareupdate der Motorsteuerung nötig, zudem wird ein sogenannter Strömungsgleichrichter eingebaut. Die Umrüstung soll weniger als eine Stunde dauern, Fahrzeughalter werden den Angaben zufolge in den kommenden Wochen nach und nach benachrichtigt.

Ursprünglich wollte VW die fällige Umrüstung in Europa bis Ende dieses Jahres durchziehen, musste wegen technischer Probleme aber einräumen, dass es wohl bis Herbst 2017 dauern wird. Nun hat der Hersteller für rund 8,2 Millionen Autos die Freigabe. Insgesamt sind in Europa rund 8,5 Millionen Einheiten mit der umstrittenen Motorsteuerung ausgerüstet, weltweit sind es rund 11 Millionen.

In den USA ist der Konzern milliardenschwere Vergleiche eingegangen, um Justizverfahren rund um die Affäre zu beenden. Dazu müssen die dort betroffenen Diesel entweder in einen gesetzeskonformen Zustand umgerüstet oder zurückgekauft werden. Das könnte nach derzeitigem Stand bis zu 16,5 Milliarden US-Dollar teuer werden – und weitere Rechtsstreitigkeiten sind noch nicht ausgestanden. Unter anderem gibt es für rund 85.000 Autos mit 3-Liter-Dieselmotoren von Audi noch keine Einigung.

Insgesamt hat der Wolfsburger Konzern aktuell 18,2 Milliarden Euro für die Bewältigung der Abgas-Affäre zurückgelegt.

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