VW Financial Services präsentiert Rekordergebnis

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Die Bedeutung des Finanzdienstleisters für den Volkswagen-Konzern nimmt mit wachsenden Erträgen aus der Finanzsparte zu.

Der Vorstand der Volkswagen Financial Services AG (v.l.): Lars-Henner Santelmann, Frank Fiedler, Frank Witter, Christiane Hesse, Dr. Michael Reinhart – zum Vergrößern bitte klicken.
Der Vorstand der Volkswagen Financial Services AG (v.l.): Lars-Henner Santelmann, Frank Fiedler, Frank Witter, Christiane Hesse, Dr. Michael Reinhart – zum Vergrößern bitte klicken.
(Foto: VWFS)

Trotz der europäischen Finanzkrise hat die Finanzsparte von Volkswagen im vergangenen Jahr ansehnliche Erfolge verbuchen können. Das teilte das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz am 9. April in Frankfurt mit.

Wie Frank Witter, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Financial Services, berichtete, konnte der Geschäftsbereich der Volkswagen Finanzdienstleistungen sein operatives Ergebnis um 17,1 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro verbessern. Die Bilanzsumme wuchs im Geschäftsjahr 2012 um 14 Prozent auf 111 Milliarden Euro. Witter erklärte dazu: „Dem Ziel unserer Strategie, der weltweit führende automobile Finanzdienstleister zu werden, sind die Volkswagen-Finanzdienstleistungsgesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum einen guten Schritt näher gekommen.

Der Vorstand der Volkswagen Financial Services AG (v.l.): Lars-Henner Santelmann, Frank Fiedler, Frank Witter, Christiane Hesse, Dr. Michael Reinhart – zum Vergrößern bitte klicken.
Der Vorstand der Volkswagen Financial Services AG (v.l.): Lars-Henner Santelmann, Frank Fiedler, Frank Witter, Christiane Hesse, Dr. Michael Reinhart – zum Vergrößern bitte klicken.
(Foto: VWFS)

Die Volkswagen-Finanzdienstleistungen umfassen neben der Volkswagen Financial Services AG mit ihren Beteiligungsgesellschaften auch die direkt oder indirekt der Volkswagen AG gehörenden Finanzdienstleistungsgesellschaften in den USA, Kanada, Argentinien und Spanien, nicht aber die Finanzdienstleistungsaktivitäten der Marken Scania, MAN und Porsche sowie der Porsche Holding Salzburg.

Verhaltener Ausblick für Deutschland

Auch den Vertragsbestand konnte Volkswagen-Finanzdienstleistungen im Geschäftsjahr 2012 um 16,9 Prozent auf 9,64 Millionen Verträge weiter steigern. Die Zahl der Neuverträge betrug 3,77 Millionen, ein Plus von 21 Prozent. Am Gesamtvertragsbestand ist der deutsche Markt mit 4,2 Millionen Verträgen beteiligt. Auch in Deutschland konnte der Finanzdienstleister seinen Vertragsbestand im abgelaufenen Geschäftsverlauf um 1,43 Millionen Neuverträge steigern.

Der Vorstand des Finanzdienstleistungsunternehmens sieht verhalten optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen erwartet zwar weltweit weiteres Wachstum, das aber weitgehend von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern in Asien und Lateinamerika getragen wird. Für Deutschland erwartet das Unternehmen keine nennenswerten Zuwächse. Für das laufende Jahr erwartet die Finanzsparte des Volkswagen-Konzerns eine ähnliches Jahresergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ein großes Zukunftsthema werden laut Witter die sich verändernden Mobilitätsansprüche der Verbraucher sein. Großes Potenzial sehen die Volkswagen-Finanzdienstleister im Einsatz neuer Mobilitätskonzepte. Witter betonte dabei die Bedeutung eines umfassenden Angebots: „Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir alle Kundenbedürfnisse und damit verbundene Laufzeiten abdecken. Wir bieten Leasing, Langzeitmiete, Kurzzeitmiete und Mikromiete unter einem Dach.“ Als Beispiele nannte er das Carsharing-Projekt „Quicar“, die neu erworbene Beteiligung am niederländischen Carsharing Marktführer Collect Car B.V. („Greenwheels“), die Volkswagen New Mobility Services in China und die Euromobil Autovermietung GmbH.

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