Remarketing VW-Finanzsparte will Gebrauchtwagengeschäft ausbauen

Von Dr. Martin Achter 2 min Lesedauer

Die Herstellerbank will ihr Leasinggeschäft deutlich ausbauen. Nach der Laufzeit müssen die Fahrzeuge aber neue Abnehmer finden. Deswegen erklären die Volkswagen Financial Services (VW FS) die Vermarktung der Leasingrückläufer zum strategischen Handlungsfeld.

Bedingt durch die wachsende Zahl von Leasingrückläufern will die VW-Finanzsparte ihr Gebrauchtwagengeschäft ausbauen.(Bild:  Volkswagen Financial Services AG)
Bedingt durch die wachsende Zahl von Leasingrückläufern will die VW-Finanzsparte ihr Gebrauchtwagengeschäft ausbauen.
(Bild: Volkswagen Financial Services AG)

Die Volkswagen-Finanzsparte will ihr Gebrauchtwagengeschäft in diesem Jahr international deutlich ausbauen. Geplant sei es, 2026 in Europa rund 100.000 mehr Fahrzeuge aus Vorbesitz als bisher in den Markt zu bringen, sagte Vorstandschef Anthony Bandmann bei der Vorstellung der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. 2025 vermarktete die VW-Finanzsparte in Europa insgesamt 481.000 gebrauchte Autos der unterschiedlichen Konzernmarken – ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Viele der Fahrzeuge dürften B2B an Händlerpartner gehen, die diese dann an Endkunden weitervermarkten.

Bandmann hob die Priorität des Gebrauchtwagengeschäfts für die Herstellerbank hervor: „Wenn wir über die Transformation unseres Geschäfts sprechen, sind Gebrauchtwagen für uns ein strategisches Handlungsfeld“, sagte der VW-FS-Chef. Auf dieses Geschäft wollten sich die VW FS stärker konzentrieren. „Zusammen mit unseren Händlern haben wir Programme aufgesetzt, um das Wachstum bei Gebrauchtwagen fortzusetzen.“

Leasingrückläufer drücken

Hintergrund der Wachstumspläne im Gebrauchtwagengeschäft ist der steigende Vermarktungsdruck durch Leasingrückläufer. So sagte Bandmann, die steigende Zahl der Leasingrückläufer in den Büchern der VW FS erfordere die Fähigkeit, Gebrauchtwagen effektiv zu vermarkten; dafür baue die Finanzsparte die internationale Gebrauchtwagenvermarktung aus. „Wir nutzen die paneuropäischen Möglichkeiten“, sagte Bandmann. „In den vergangenen Jahren haben wir stark investiert in den Ausbau dieses Geschäfts.“

Die konzerneigenen Handelsorganisationen spielten bei der Vermarktung der Leasingrückläufer die zentrale Rolle, sagte Bandmann. Sprich: Die Händler müssen die Fahrzeuge in den Markt drücken. So erläuterte Bandmann: „Wir wollen den Anteil der Fahrzeuge im Händlerkanal ausbauen. Der Handel ist der dominierende Kanal, über den wir auch Neugeschäft generieren.“

In Deutschland werden laut VW FS knapp 70 Prozent der über Händler vermarkteten Fahrzeuge durch die VW FS geleast oder finanziert (bei BEV rund 82 Prozent). Dabei verlaufe der Trend von der Finanzierung hin zum Leasing, sagte Bandmann. Die Wachstumsraten beim Leasing seien höher. Insgesamt trage das Geschäft mit Finanzdienstleistungen „zur Händlerprofitabilität bei“.

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