Corona-Auswirkungen

VW-Markenchef hält Halbleiter-Mangel für bleibendes „Top-Thema“

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VW hatte jüngst seine Einsparziele auch beim Personal konkretisiert. So werden zum Beispiel Angebote für Vorruhestand oder Altersteilzeit ausgeweitet. Insgesamt sollen die Fixkosten bei der Kernmarke bis 2023 um 5 Prozent sinken - im Rahmen bereits bestehender Programme.

„Wir müssen drei Aufgaben parallel bewältigen und gestalten: die Corona-Krise, den größten Umbruch in der Automobilindustrie zu Elektroantrieben und Digitalisierung, und wir haben gemeinsam unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagte Brandstätter. Teil des nötigen Umbaus sei, „dass wir in der Verwaltung 4.000 Arbeitsplätze durch Digitalisierung und Effizienzgewinne abbauen, um gleichzeitig 2.000 neue digitale Arbeitsplätze zu schaffen“. Von außen solle bis auf weiteres möglichst wenig neues Personal geholt werden. Auch im Technologiebereich sieht der Manager weiteres Sparpotenzial.

Der VW-Markenchef schätzt, dass die erheblichen Umstellungen vieler Betriebsabläufe bis in die Zeit nach Corona hinein Folgen haben. „Wir werden nach der Pandemie auch noch eine Reihe von Vorteilen bei den Kosten haben.“ Der aktuelle Aufwand an Hygienemaßnahmen in den Werken und Büros sei zwar hoch. Gleichzeitig würden so aber „Produktivitätsreserven“ sichtbar, wenn man - wie derzeit - wegen der Abstandsregeln oft noch nicht „die perfekte Taktung fahre“.

Reisekosten gesunken

Mittelfristig werde sich die Arbeitswelt durch die neuen Prozesse und zunehmende Digitalisierung so ändern, dass dienstlich weniger gereist werden müsse. „Wir haben in der Vergangenheit allein 100 Millionen Euro pro Jahr für Reisekosten ausgegeben“, sagte Brandstätter. „Wir liegen jetzt bei mehr als 25 Millionen.“ Auch in anderer Hinsicht dürften einige Corona-Effekte Bestand haben, glaubt er: „Mobiles Arbeiten wird nicht mehr wegzudenken sein, damit brauchen Sie zukünftig viel weniger, aber auch modernere Büroflächen.“

Corona-Impfungen sollen so rasch wie möglich anlaufen, es sei bei VW dazu alles vorbereitet, sagte Brandstätter. Die Präparate müssten aber auch hier erst in ausreichender Menge ankommen: „Wenn der Impfstoff da ist, starten wir unsere Impfoffensive.“

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