Software-Kompetenz VW schrumpft Software-Tochter Cariad

Von Sven Prawitz 3 min Lesedauer

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Cariad soll ein Drittel seiner Stellen abbauen – vor allem in der Lieferantensteuerung. Der Betriebsrat stellt sich bereits gegen die Pläne. Bei den Architekturen soll die VW-Tochter künftig Software liefern, statt Konzepte entwickeln.

„We are Cariad“ – im Januar 2023 drückte der Messespruch noch Selbstbewusstsein aus. Mittlerweile ist klar, dass die VW-Tochter deutlich geschrumpft wird.(Bild:  Cariad)
„We are Cariad“ – im Januar 2023 drückte der Messespruch noch Selbstbewusstsein aus. Mittlerweile ist klar, dass die VW-Tochter deutlich geschrumpft wird.
(Bild: Cariad)

Die Führung der kriselnden VW-Softwaretochter Cariad will bis zum Jahresende 1.600 Mitarbeiter entlassen. Darüber sei die Belegschaft bei einer Betriebsversammlung informiert worden, berichtet das „Handelsblatt“. Der Stellenabbau betrifft Beschäftigte an den vier Standorten in Berlin, Ingolstadt, Mönsheim bei Stuttgart und Wolfsburg. Cariad beschäftigt zurzeit 5.900 Mitarbeiter. Der Stellenabbau soll hauptsächlich über Abfindungsprogramme erfolgen. Für die VW-Tochter besteht eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2029.

Jeder Cariad-Beschäftigte könne die Abfindungsangebote grundsätzlich annehmen. Die Geschäftsführung ziele jedoch weniger darauf ab, klassische Entwickler zu entlassen, heißt es beim „Handelsblatt“. Stattdessen möchte sie vor allem Angestellte abbauen, die bisher die Steuerung mit Zulieferern koordiniert haben. Laut Betriebsrat wurde bisher nur vereinbart, Verhandlungen zu einem sogenannten Freiwilligenprogramm abzuschließen.