VW-Service: Reise ins Ungewisse

Von Jan Rosenow, Christoph Seyerlein

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Ob Software-Update oder Dieselnachrüstung: Das Volkswagen-Netz kämpfte zuletzt eher mit der Vergangenheit, als sich auf die Zukunft vorzubereiten. Genau das soll jetzt der neue Händlervertrag leisten – doch so manche Frage bleibt ungeklärt.

(Bild:  © freestyle_images - stock.adobe.com)
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Wenn der größte Autohersteller Deutschlands den Vertrag mit seinen Händlern neu aufsetzt, dann strahlt die Wirkung weit über das eigene Netz hinaus. Wie Volkswagen das Verhältnis zu seinen 2.000 Vertriebs- und Servicepartnern ordnet, das gibt einen Hinweis auf die Megatrends, die den Automobilhandel und das Werkstattgeschäft bewegen und die ihre Kräfte in Zukunft erst richtig entfalten.

Als im Juli 2018 nach monatelangen Verhandlungen der neue Händlervertrag unterschriftsreif vorlag, zeigten sich die Vertreter des Händlerverbands erfreut über zahlreiche Streichungen und Straffungen in dem bis dahin 410 Seiten starken Schriftsatz. Weniger Vorschriften und mehr unternehmerische Selbstverantwortung, gleichzeitig aber betont enge Partnerschaft mit dem Hersteller, um im Konkurrenzkampf mit mächtigen digitalen Playern zu bestehen – das waren laut Verband die Kernpunkte in dem Abkommen. Was Volkswagen von seinen Partnern im Servicegeschäft konkret erwartet, darüber hat »kfz-betrieb« mit Lars Eßmann gesprochen, seit April 2018 Leiter Service Deutschland bei der Wolfsburger Marke.