VW: Thomas Zahn gibt deutsche Vertriebsleitung ab

Von Jens Rehberg Autor Name

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Sechs Jahre lang hat Thomas Zahn die Vermarktung des Wolfsburger Stammfabrikats auf dem Heimatmarkt geleitet. Bald verabschiedet er sich ins Ausland.

Thomas Zahn (Bild:  Rehberg / »kfz-betrieb«)
Thomas Zahn
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Im Herbst wird Thomas Zahn sein Amt an der Spitze des Deutschland-Vertriebs von VW abgeben. Wie »kfz-betrieb« aus zwei voneinander unabhängigen und für gewöhnlich gut informierten Quellen erfahren hat, soll der 51-Jährige nach Russland wechseln, um das dortige VW-Geschäft zu führen. Ein VW-Sprecher lehnte es auf Anfrage am Donnerstag ab, die Personalie zu kommentieren.

Als Nachfolger Zahns auf dem Posten des Leiters Vertrieb und Marketing Deutschland wird in Wolfsburg Holger Santel gehandelt. Der 50-Jährige hatte schon einmal eine Stabübergabe mit Thomas Zahn absolviert. Santel löste Zahn 2012 in China als VW-Chef bei SAIC-Volkswagen ab. Dort ist Santel nach wie vor in dieser Funktion aktiv. Vor seiner Tätigkeit in Schanghai hatte er vier Jahre lang verschiedene Führungspositionen in der Wolfsburger Vertriebssteuerung bekleidet. Den deutschen Händlern ist Santel jedoch weitgehend unbekannt.

Thomas Zahn verantwortet den deutschen VW-Vertrieb seit nunmehr sechs Jahren. 2012 übernahm er die Vertriebsspitze auf der Höhe der Marktführerschaft in Deutschland – VW kratzte beim Marktanteil an der 22-Prozent-Marke. In den Folgejahren bröckelten die Anteile etwas, bis das Bekanntwerden der Prüfstandserkennung und der darauffolgende Imageschaden die Stückzahlen nach unten zog. Im vergangenen Jahr stand der Marktanteil der Wolfsburger Stammmarke hierzulande bei 18,4 Prozent.

Allerdings schaffte es Zahn zuletzt, wieder einen Aufwärtstrend anzustoßen: Im ersten Halbjahr diesen Jahres lieferte der deutsche Handel 7,4 Prozent mehr Einheiten aus als im Vorjahreszeitraum. Der VW-Marktanteil steht aktuell bereits wieder 1,3 Prozentpunkte über dem 2017er-Schnitt. Zuletzt schaffte es Zahn nach einer anfangs hart geführten Auseinandersetzung um die neuen Händlerverträge, den VW- und Audi-Partnerverband wieder ins Boot zu holen.

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