VW verkauft in den USA wieder Diesel-Modelle
Im Zuge der Abgas-Affäre hatte VW den Verkauf von Diesel-Modellen in den USA gestoppt. Seit Mitte April bietet der Hersteller nun wieder Neuwagen mit Selbstzünder an. An der Strategie für die Zukunft soll das aber nichts ändern.

VW hat den Verkauf von Diesel-Modellen in den USA wieder aufgenommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ und beruft sich dabei auf eine VW-Sprecherin. Kurz nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre im September 2015 hatte der Hersteller den Absatz aller Diesel-Fahrzeuge in den USA gestoppt, seit Mitte April bieten die Wolfsburger der Sprecherin zufolge aber wieder Neuwagen mit Selbstzünder an.
VW habe im vergangenen Monat 3.196 Diesel-Modelle in den USA verkauft, das entspreche einem Anteil von knapp zwölf Prozent am Gesamtabsatz von 27.557 Einheiten. Vor dem Abgas-Skandal war noch jeder vierte verkaufte neue VW in den USA ein Diesel.
Erst kürzlich hatte Volkswagen gegen eine Zahlung von 4,3 Milliarden Dollar eine endgültige Einigung mit der US-Justiz erzielt. Zuvor hatte der Konzern bereits bis zu 25 Milliarden Dollar an US-Kunden, Umweltbehörden, Bundesstaaten und Händler gezahlt und nach eigenen Angaben 238.000 der von der Affäre betroffenen Modelle zurückgekauft.
Bei den nun wieder angebotenen Diesel-Modellen handelt es sich um Fahrzeuge mit Technik aus dem Jahr 2015. Diese sollen nun keine unerlaubte Abschalteinrichtung mehr enthalten. Kommende US-Modelle wie den Atlas will VW laut US-Chef Hinrich Woebken aber nicht mehr mit Diesel-Antrieb auf den Markt bringen.
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