VW vermittelt Fachpersonal

Redakteur: Johannes Büttner

VW gründet eine Personalvermittlungsagentur, die 2010 in zwei Pilotregionen an den Start gehen soll. Das kündigte der Ressortleiter Organisationsentwicklung VW Service, Werner Günzel, an.

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Volkswagen betätigt sich vom kommenden Jahr an als Personalvermittler. Arno Kalmbach, Leiter Volkswagen Service Deutschland, und sein Ressortleiter für Organisationsentwicklung, Werner Günzel, kündigten auf dem VW-Zukunftskongress am 22. Oktober in Fulda die Gründung einer entsprechenden Agentur an.

Sie soll unter anderem ausgelernte Azubis von VW-Handelspartnern aufnehmen, die ihre Ausbilder nicht übernehmen konnten. Die Agentur vermittelt sie an Partnerwerkstätten, die in Stoßzeiten einen personellen Engpass überbrücken müssen. Zwischendurch könnten sich die Mitarbeiter beim Hersteller weiterqualifizieren.

„Wir wollen mit der Personalvermittlungsagentur keine Gewinne erzielen, aber auch kein Zuschussgeschäft betreiben“, betonte Günzel. Ziel sei es, dass möglichst viele Kfz-Betriebe ihre Mitarbeiter auf Zeit im Anschluss dauerhaft übernehmen. In diesem Fall müssten sie keine Ablöseprovision an die Agentur zahlen.

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Win-Win-Modell

Günzel und Kalmbach bezeichneten die Personalvermittlungsagentur als ein echtes Win-win-Modell: Die Mitarbeiter haben einen Arbeitsplatz, die Betriebe können bei personellen Engpässen auf Fachkräfte zurückgreifen und damit ihren Serviceertrag stabilisieren und VW halte seine gut ausgebildeten Spezialisten in der eigenen Handelsorganisation.

Kalmbach berichtete, der Hersteller habe die Idee bereits mit einigen Händlern diskutiert. Das Feedback sei sehr positiv ausgefallen. Er kündigte an, dass die Agentur im ersten Quartal 2010 in zwei Pilotregionen an den Start gehen soll.

Zukunft der Mobilität

Der VW-Zukunftskongress fand anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Nachwuchsförderungsprogramms „Look around“ statt. Hochkarätige Referenten wie die Professoren Willi Diez und Andreas Knie sowie VW-Serviceleiter Andreas Knie referierten und diskutierten über die Zukunft der Mobilität im Allgemeinen und des Servicegeschäfts im Autohaus im Speziellen. Unstrittig war dabei, dass die Branche in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen steht, die aber zugleich auch Chancen beinhalten.

Weitere wichtige Programmpunkte waren die schulische und die berufliche Bildung sowie das Personalmanagement von morgen. Angesichts des demografischen Wandels werde ein kontinuierliches und hochwertiges Personalmanagement für Kfz-Betriebe immer wichtiger, lautete dabei die Quintessenz. Auch die Bildung nehme in Deutschland derzeit noch nicht den Stellenwert ein, der ihr zustehe.

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