Klimatisierung bei E-Autos Wärme verzweifelt gesucht

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Wohlige Wärme im Elektroauto geht zu Lasten der Reichweite. Deshalb rücken batterieschonende Heiztechniken ins Blickfeld. Von Rheinmetall kommt eine neue Wärmepumpe, die sowohl die Batterie als auch den Innenraum heizt. Kann man sie auch nachrüsten?

Bei Kleinbussen oder Campervans lohnt sich der Einbau einer kraftstoffbetriebenen Luftheizung wie der Air Top 2000 STC von Webasto. (Bild:  Webasto)
Bei Kleinbussen oder Campervans lohnt sich der Einbau einer kraftstoffbetriebenen Luftheizung wie der Air Top 2000 STC von Webasto.
(Bild: Webasto)

Die Hersteller von Standheizungen dürften mit der zunehmenden Verbreitung von batterieelektrischen Fahrzeugen Schwierigkeiten bekommen, ihr bisheriges Geschäftsmodell weiterzuführen. Denn Kraftstoff für das zusätzliche Heizgerät ist nicht mehr vorhanden, und wenn das Auto über Nacht an der Ladesäule steht, dann lässt es sich mit der regulären Fahrzeugheizung temperieren.

Anders verhält es sich bei speziellen Einsatzfällen – beispielsweise Kleinbussen oder Spezialfahrzeugen, in denen sich Mitarbeiter längere Zeit aufhalten. Bei ihnen dürfte sich noch die Nachrüstung eines zusätzlichen Heizgeräts lohnen. Denn wenn das Fahrzeug auch Arbeitsplatz ist, gelten besondere Regeln. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) schreibt in ihrer Information 215-530, „Klima im Fahrzeug“ dazu vor: „Im Winter muss es möglich sein, in normaler Kleidung zu fahren. Dicke Jacken, Handschuhe und Schals können die Fahrtätigkeit beeinträchtigen und die Wirksamkeit des Sicherheitsgurtes reduzieren.“