Wahl übernimmt insolventes Autohaus Berker

Autor / Redakteur: Gerd Steiler / Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Das neue „Autohaus Wahl Sauerland“ mit drei Standorten konzentriert sich künftig auf die Marken Renault/Dacia und Ford. Etwa 20 der ursprünglich rund 30 Berker-Mitarbeiter werden weiter beschäftigen.

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Die Berker-Übernahme besiegelt haben (v.li.) Rechtsanwalt Dr. Martin Plappert, Uwe Berker, Rechtsanwalt Martin Buchheister, Thomas Wahl und Rechtsanwalt Thomas Neumann.
Die Berker-Übernahme besiegelt haben (v.li.) Rechtsanwalt Dr. Martin Plappert, Uwe Berker, Rechtsanwalt Martin Buchheister, Thomas Wahl und Rechtsanwalt Thomas Neumann.
(Foto: Wahl)

Die Wahl-Handelsgruppe aus Siegen (Ford, Renault, BMW) hat das insolvente Autohaus Berker (Renault/Dacia) mit Standorten in Lüdenscheid und Werdohl übernommen. Berker hatte im November 2012 wegen akuter finanzieller Engpässe Insolvenz angemeldet.

Wie das lokale Nachrichtenportal „Come-on.de“ am Dienstag berichtete, wird die Wahl-Gruppe im neuen „Autohaus Wahl Sauerland“, das sich künftig auf die Marken Renault und Ford konzentrieren soll, etwa 20 der ursprünglich rund 30 Berker-Mitarbeiter weiter beschäftigen. „Wir hoffen, dass wir den Absatz wieder steigern und mittelfristig auch neue Mitarbeiter einstellen können“, sagte Dirk Hoffmann, Filialleiter der drei neuen Standorte, gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«.

Die Wahl-Gruppe betreibt nach eigenen Angaben Autohäuser der Marken BMW, Mini, Renault, Dacia und Ford an Standorten in Siegen, Gießen, Wetzlar, Dillenburg, Fritzlar, Frankenberg, Korbach, Kassel, Brilon und Betzdorf. Die Unternehmensgruppe ist laut Ranking 2012 des Instituts für Automobilwirtschaft die Nummer 39 der umsatzstärksten Autohaus-Gruppen in Deutschland, zudem gehört sie nach eigenen Angaben zu den fünf größten deutschen Renault-Händlern. „Durch den Zusammenschluss profitieren die neuen Standorte durch Synergien in Einkauf und Verwaltung“, erläutert Hoffmann. Die vollständige Integration werde bis spätestens Ende des Jahres vollzogen sein.

Die Wahl-Gruppe und das Autohaus Berker verbinden laut Bericht seit mehr als zehn Jahren intensive Geschäftskontakte. Deshalb habe es nahe gelegen, dass sich die Insolvenzverwalter Thomas Neumann, Martin Buchheister und Martin Plappert schon im vergangenen Dezember mit der Familie Berker und Thomas Wahl, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter der Wahl-Gruppe zu Gesprächen zusammensetzten, deren Ziel der Erhalt und die Weiterführung des insolventen Autohauses Berker war. Die Verhandlungen waren schließlich erfolgreich. Neben der Übernahme von Auto-Berker durch die Autohandelsgruppe Wahl wurden zwei weitere wichtige Personalentscheidungen getroffen. So wird Ex-Geschäftsführer Uwe Berker auch im neuen Unternehmen mitarbeiten. Sein Vater Manfred Berker geht mit bald 74 Jahren endgültig in den Ruhestand.

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