Was treibt uns in Zukunft an?

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Der Schmier- und Kraftstoffexperte Shell blickt mit den „Pkw-Szenarien 2030“ über den Tellerrand hinaus und zeigt auf, wie sich die Antriebe unserer Fahrzeuge künftig entwickeln könnten.

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„Deutschlands Pkw-Flotte wird weiter wachsen“, so zitiert der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Shell in Deutschland, Peter Blauwhoff, aus der Studie „Shell Pkw-Szenarien bis 2030“. Von heute 47 Millionen auf 49,5 Millionen in rund 20 Jahren – trotz Finanz- und Wirtschaftskrise und trotz der rückläufigen Bevölkerungszahlen.

Das jedenfalls besagt die jüngste Studie aus dem Hause Shell, für die das Unternehmen unter anderem Daten des Statistischen Bundesamtes und des Kraftfahrtbundesamtes ausgewertet hat sowie Marktanalysen, politische Programme und Gesetzesvorhaben. Ein echter Technologiewandel bis 2030 werde nur ins Rollen kommen, wenn die Politik die Weichen neu stelle.

Frau am Steuer

Während heute statistisch bereits 570 von 1.000 Menschen in Deutschland über einen Pkw verfügen, wird sich dieser Motorisierungsgrad bis 2030 auf rund 630 Fahrzeuge erhöhen. Zwei Hauptgründe machen die Trendforscher dafür aus: Zum einen werden viel mehr ältere Menschen ein Auto haben als heute, zum anderen schreitet die „automobile Emanzipation“ voran. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Haben heute 34 Prozent aller Frauen ein Auto, werden es 2030 bereits 43 Prozent sein.

Mit welchen Antrieben Autos in Deutschland künftig unterwegs sein werden, welchen Kraftstoff in welchen Mengen sie verbrauchen – diesem Themenkomplex widmen Shells Trendforscher den zweiten Teil ihrer Studie.

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Weit mehr möglich

In diesem Szenario rechnen die Trendforscher auch damit, dass der Kraftstoffverbrauch von 35,1 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf 28,1 Millionen 2030 zurückgeht. Das bedeutet, dass die aktuellen Vorgaben der EU, die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 2005 um 14 Prozent zu senken, bei der Trendfortschreibung erreicht würden.

Mit entsprechender politischer Weichenstellung könnte der Automobilsektor jedoch weit höhere Nachhaltigkeitsziele erreichen, so Shell-Chefvolkswirt Jörg Adolf. In dem von Shell favorisierten „Alternativszenario“ sind Hybridautos vor allem ab 2020 die großen Gewinner. 2030 käme demnach jeder zweite neu zugelassene Pkw mit Hybridtechnik daher. Der gesamtdeutsche Kraftstoffverbrauch würde sich auf 23,5 Millionen Tonnen reduzieren. Dem politischen Ziel, die C02-Emissionen im Pkw-Bereich bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu mindern, erteilen die Forscher allerdings eine klare Absage.

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