Waschanlagenchemie: Richtig dosiert
Kluge Autohäuser waschen die Kundenfahrzeuge nach größeren Reparaturen, denn die meisten Kunden schließen vom sauberen Lack auf hochwertige Arbeit. Wasserflecken und Wachsschlieren verderben jedoch schnell den gewünschten Effekt.

Je besser eine Waschanlage eingestellt ist, desto wirtschaftlicher ist sie. Das klingt zunächst wie eine Binsenweisheit, doch in der täglichen Praxis stehen die Betreiber einer Waschanlage dann doch oft vor Problemen. Das trifft vor allem auf Autohäuser zu, die ihr Waschportal nur als reine Serviceleistung betreiben – denn deren Kernkompetenz ist der Umgang mit dem Kunden und der Technik seines Fahrzeugs. Nach einer kurzen Einweisung bei der Erstinbetriebnahme werkelt die Anlage dann oft jahrelang ohne Nachjustierung vor sich hin, denn zuständig fühlt sich meist niemand. Schlimmstenfalls kann der Materialeinkäufer einem günstigen Sonderangebot nicht widerstehen, und plötzlich steht ein bunter Mix von Waschwachsen, Reinigern, Trocknungsbeschleunigern, Schaumwäsche und Flockungsmitteln verschiedener Hersteller im Vorratslager.
Doch genau so beginnen die Probleme in vielen Firmen, berichtet Andreas Stapf. Er ist Servicemanager beim Waschanlagenservice von Berner und betreut zusammen mit seinem Kollegen Stefan Schlehl seit einigen Jahren auch die Waschanlagen der Seitz-Autohausgruppe. Er hat im Lauf seines Berufslebens bei vielen anderen Firmen beobachtet, was passieren kann, wenn die Betreiber ihre Waschportale und -straßen in Eigenregie mit Waschmitteln verschiedener Hersteller befüllen: „Allein schon durch die unterschiedlichen Viskositäten kann sich ein deutlicher Mehrverbrauch einstellen, der den Preisvorteil schnell wieder zunichtemacht.“
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